„Auf beste Art ungenau“: Goldener Bär für „Bad Luck Banging or Loony Porn“

Die Berlinale 2021 fand Pandemie-bedingt virtuell statt. Gestern zeichnete die Jury die rumänische Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“ mit dem Goldenen Bären aus.

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Katia Pascariu spielt im Berlinale-Gewinner „Bad Luck Banging or Loony Porn“ eine Lehrerin, die zur Online-Berühmtheit wird.
© Berlinale

Berlin – Die rumänische Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“ (Babardeala˘ cu bucluc sau porno balamuc) gewann gestern den Goldenen Bären als bester Film der Berlinale 2021. Der Film handelt von einer Lehrerin, die ungewollt zum Internetstar wird, weil ihr Ex-Freund einen Amateurporno mit ihr online stellt. „Bad Luck Banging or Loony Porn“ sei „kunstvoll ausgearbeitet, ausgelassen, intelligent und kindisch, geometrisch und lebendig, auf beste Art ungenau – und erlaubt niemandem, Sicherheitsabstand zu halten“, urteilte die Jury, der heuer die Filmschaffenden Ildikó Enyedi, Nadav Lapid, Adina Pintilie, Mohammad Rasoulof, Gianfranco Ros­i und Jasmila Žbanić angehörten. Corona-bedingt fand das Berliner Filmfestival heuer als virtueller Branchentreff statt. Im Juni sollen ausgewählte Festivalfilme auch vor Publikum gezeigt werden. Dann ist auch die offizielle Preisverleihung angesetzt.

Die Auszeichnung für die beste Regie erhielt der Ungar Dénes Nagy für „Natura­l Light“ (Természetes fény) . Die deutsche Schauspielerin Maren Eggert bekam für ihre Darstellung einer Wissenschafterin in Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ den Silbernen Schauspiel-Bären. Als beste Nebenrolle wurde Lilla Kizlinger Auftritt in der ungarischen Produktio­n „Forest – I See You Everywhere“ gewürdigt. Die Schauspielpreise wurden heuer erstmals genderneutral vergeben.

Neben den Siegerfilmen des Internationalen Wettbewerbs wurden am Freitag auch Gewinner der Experimentalschiene „Encounters“ verkündet: Als bester Film wurde die französische Produktion „Nous“ von Alice Diop ausgezeichnet. Der große Preis der Jury ging an Le Baos durch­choreografiertem Werk „Taste“. Der Regiepreis 2021 wird gesplittet und geht an Ramon und Silvan Zürcher für die Schweizer Produktion „Das Mädchen und die Spinne“ und Denis Côté für „Social Hygiene“. (TT)

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