26 Standorte für Impfung in Schwaz, bisher 34.000 Anmeldungen

34.000 Anmeldungen gibt es für Impf-Schutzschirm im Bezirk Schwaz. Bayern will jetzt auch vorgezogene Impflieferungen für Grenzregionen.

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Symbolfoto.
© ROLF VENNENBERND

Innsbruck, München, Wien – Die Stimmung erinnert an die Wochen im Oktober und im November: Das Infektionsgeschehen in Österreich hat sich zuletzt auf durchschnittlich 2200 positive Fälle pro Tag erhöht, nächste Woche könnte bereits die 3000er-Marke überschritten werden. Virologen sprechen bereits von der dritten Welle, Intensivmediziner warnen bereits vor vermehrten Hospitalisierungen.

Zurückzuführen ist das auf die Verbreitung des britischen Coronavirus innerhalb von einer Woche von 58 auf 64 Prozent. In Tirol wurde es zuletzt bei der Hälfte der Neuinfektionen festgestellt. In den Spitälern schlagen sich steigende Infektionszahlen meist mit einer Verzögerung von zehn Tagen durch. In Tirol ist die Situation seit Wochen stabil, derzeit werden 87 Corona-Infizierte stationär behandelt. Davon 24 auf den Intensivstationen.

Was die südafrikanische Corona-Mutante betrifft, geht die Zahl der aktiv Positiven mit 78 weiter leicht zurück. Freitag wurden sieben weitere Verdachtsfälle gemeldet. Indes laufen die Vorbereitungen für den Impf-Schutzschirm im Bezirk Schwaz. Ab kommender Woche sollen alle impfwilligen Bewohner geimpft werden, voraussichtlich bis Ende März bleibt dann noch die Ausreise-Testpflicht bei Verlassen des Bezirkes aufrecht.

Gestern wurden bereits mehr als 34.000 Impf-Anmeldungen verzeichnet. Die Vorbereitungen für die Organisation und Logistik laufen auf Hochtouren. Geimpft wird in 39 Gemeinden an 26 Impf­standorten. Die angemeldeten Personen werden ab heute stufenweise über ihren Impf-Ort und Impfzeitpunkt informiert, teilte das Land mit.

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Möglich geworden ist die Durchimpfung durch eine vorgezogene Lieferung von 100.000 Dosen des Impfstoffs BioNTech/Pfizer. Insgesamt haben bisher 58.300 Tirolerinnen und Tiroler Impfungen erhalten, davon schon 17.600 die zweite Impfdosis. Österreichweit sind inzwischen 500.000 Personen gegen Corona geimpft.

Das Beispiel Schwaz zieht aktuell Kreise, auch in Bayern. So forderte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gestern im bayerischen Landtag vom Bund und von der EU zusätzliche Impfstofflieferungen für die von der Virus-Mutation besonders betroffenen Grenzregionen. (pn)


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