Elfer-Ärger und Selbstkritik bei Wacker nach verschenkten Punkten

Nach zuletzt zwei enttäuschenden Remis liegt der FC Wacker im Aufstiegskampf der Zweiten Liga in der Tabelle hinter Austria Klagenfurt.

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Bild mit Symbolcharakter – Wacker-Trainer Daniel Bierofka verstand nach dem 2:2 in Floridsdorf die Fußballwelt nicht mehr.
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Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Ganz hab’ ich dieses 2:2 noch nicht verdaut, das wird noch dauern“, ärgerte sich Daniel Bierofka auch gestern noch über die beiden verschenkten Punkte in Floridsdorf: „Weil wir ganz klar auf Siegeskurs waren und dann durch zwei Fehlpfiffe aus der Spur gerieten.“ Konkret meinte der FCW-Coach die beiden gegen die Tiroler verhängten Strafstöße. „Ich habe mir beide Aktionen gefühlt 50-mal auf Video angesehen. Beim ersten konnte ich nichts erkennen und der zweite war erst recht nichts, weil Marco Knaller den Ball fing.“ Das sah auch Alfred Hörtnagl so: „Die beiden Elfer waren Fehlentscheidungen.“ Der FCW-Sportchef wollte sich auf die Fehlpfiffe allein nicht hinausreden: „So ein Spiel müssen wir konsequent mit drei Punkten nach Hause spielen.“

⚽ 2. Liga, 17. Spieltag

  • SKU Amstetten - SV Lafnitz 2:0 (2:0)
  • Austria Lustenau - Blau Weiß Linz 0:2 (0:0)
  • FAC Wien - Wacker Innsbruck 2:2 (0:0)
  • Kapfenberger SV - Vorwärts Steyr 2:0 (1:0)
  • FC Juniors OÖ - Rapid Wien II 2:1 (0:1)
  • Austria Klagenfurt - FC Dornbirn 3:2 (1:1)
  • GAK - Young Violets Austria Wien 0:0
  • FC Liefering - SV Horn 6:2 (4:1)

So blieb unter dem Strich so wie beim 1:1 gegen Kapfenberg erneut ein enttäuschendes Remis. Und das in Überzahl und 2:0-Führung. „Extrem ärgerlich, weil wir uns einmal mehr nicht selbst belohnten. Normalerweise müssten wir jetzt nach den vier Spielen im Frühjahr zwölf Punkte auf dem Konto haben“, so Bie­rofka kopfschüttelnd. Jetzt gelte es, die Mannschaft über die Woche wieder aufzurichten, um am Sonntag gegen Liefering den achten Saisonsieg einzufahren.

Zum Ärger über den Schiedsrichter gesellte sich bei der Aufarbeitung des FAC-Gastspieles auch Selbstkritik im Lager der Schwarzgrünen. Weil es nach der 2:0-Führung an der nötigen Konsequenz und auch Effizienz im Angriffsspiel fehlte. Als Meister im Verschenken macht man keinen Stich im Aufstiegskampf. Konkurrent Austria Klagenfurt nahm das FCW-Geschenk gestern dankend an und überflügelte die Tiroler in der Tabelle mit einem 3:2-Sieg gegen Dornbirn.


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