Bayern weiter Solospitze - 4:2-Sieg gegen BVB nach 0:2

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Nur kurz hat RB Leipzig am Samstag die Tabellenführung in der deutschen Fußball-Bundesliga innegehabt. Denn rund drei Stunden nach dem 3:0 (1:0) der „Bullen“ in Freiburg setzten sich die Bayern zuhause gegen Borussia Dortmund trotz frühem 0:2-Rückstand mit 4:2 (2:2) durch und sind weiter zwei Punkte vor dem Kontrahenten in Front. Es gab ein Double von Erling Haaland und ein Triple von Robert Lewandowski zu bewundern.

Wolfsburg ist nach einer 1:2-(1:2)-Niederlage gegen Hoffenheim, für das u.a. Christoph Baumgartner traf, acht Zähler hinter Leipzig weiter Dritter. Vierter bleibt Frankfurt, das gegen Stuttgart über ein 1:1 (0:0) nicht hinauskam. VfB-Stürmer Sasa Kalajdic setzte dabei seine Topform mit seinem siebenten Tor in Folge fort. Bayer Leverkusen (5.) kam im „Krisenduell“ mit Borussia Mönchengladbach (8.) zu einem 1:0-(0:0)-Auswärtserfolg. Hertha BSC machte mit einem 2:1-(0:1)-Erfolg über Augsburg einen wichtigen „Dreier“ im Abstiegskampf.

Haaland sorgte mit seinem Doppelpack (2., 9.) zwar für einen idealen Start der Gäste. Doch David Alaba und Co. kamen in der Folge immer besser ins Spiel, verbuchten mehr Ballbesitz und machten Druck. Dortmund, das in Hälfte eins drei Kilometer mehr als die Gastgeber lief, hielt bissig dagegen. Aber Lewandowski wollte Haaland auf keinen Fall in puncto Toreschießen nachstehen. Nach Vorarbeit von Leroy Sane musste er nur seinen Fuß hinhalten (26.), kurz vor der Pause glich der Pole nach Foul von Mahmoud Dahoud an Kingsley Coman per Elfer aus (44.).

Intensiv ging es auch nach der Pause zur Sache. BVB-Mann Thorgan Hazard (47.) und Coman (48.) schnupperten jeweils am 3:2. Nach einer Stunde wurde Haaland mit einer Fußblessur ausgewechselt, später folgte auf Seite Bayerns Jerome Boateng (70.). Bayern drängte auf das 3:2, von Dortmund kam nicht mehr viel Entlastung. Leon Goretzka sorgte schließlich für das 3:2 (88.), Lewandowski machte dann alles klar (90.). Er hat jetzt 31 Liga-Tore auf dem Konto und noch zehn Runden Zeit, um die 40-Tore-Marke von Gerd Müller zu knacken.

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In Freiburg (mit Philipp Lienhart) nutzte Christopher Nkunku einen schweren Patzer von Freiburg-Goalie Florian Müller zum Führungstreffer für Leipzig (41.). In der zweiten Hälfte bekräftigten Alexander Sörloth (64.) und Emil Forsberg (79.) die Kampfansage an die Bayern und sorgten vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Liverpool am Mittwoch (Hinspiel 2:0) für eine Moralinjektion.

Für den Tabellendritten aus Wolfsburg von Trainer Oliver Glasner ging eine Serie zu Ende. Das bis dato beste Team der Rückrunde verlor erstmals in der zweiten Halbserie wieder ein Spiel und verpasste den fünften Auswärtssieg nacheinander. ÖFB-Teamkicker Christoph Baumgartner mit einem Schuss aus kurzer Distanz (8.) und Andrej Kramaric (41.) machten Hoffenheims Sieg perfekt, Wout Weghorst gelang für Wolfsburg nach sehenswertem Pass von Xaver Schlager zwischenzeitlich der Ausgleich (23.). Bei den Verlieren spielte Schlager bis zur 84. Minute, Hoffenheim baute auch auf Florian Grillitsch.

In Gladbach schoss Patrik Schick (77.) Leverkusen nach einer lange torlosen Partie noch zum Sieg. Während Bayer-Coach Peter Bosz erst einmal durchatmen darf, wird die Situation für den zu Saisonende nach Dortmund wechselnden Marco Rose nicht angenehmer. Bei seinen Verlierern standen erstmals alle drei Österreicher Stefan Lainer, Valentino Lazaro und Hannes Wolf in der Startelf.

Punkte gab auch Trainer Adi Hütter samt Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker ab. Dafür sorgte Kalajdzic in der 68. Minute. Es war das zwölfte Saisontor des 23-jährigen Wieners, der damit in sieben Partien hintereinander stets getroffen hat. Filip Kostic (69.) glich allerdings postwendend aus. Frankfurt bleibt mit 43 Punkten weiter Tabellenvierter, die Schwaben sind mit 33 Zählern Zehnter.

Die Hertha kam dank eines späten Elfertors von Dodi Lukebakio (88.) zum nach neun Partien heiß ersehnten Sieg und verschaffte sich wieder mehr Luft im Abstiegskampf. Hertha-Stürmer Krzystof Piatek (62.) glich die frühe Augsburger Führung von Laszlo Benes (2.) aus. Die Augsburger, bei denen Michael Gregoritsch in den Schlussminuten kam, verpassten hingegen den möglicherweise schon entscheidenden Schritt im Abstiegskampf.


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