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Streit mit Versicherung über Zahnprothese von 91-jährigem Tiroler

In einem Bezirkskrankenhaus ging die Zahnprothese eines Patienten verloren. Die Versicherung wollte nur 200 Euro bezahlen und rechtfertigte dies mit dem Hinweis auf den Zeitwert – ähnlich dem eines Autos.

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Nach dem unverschuldeten Verlust seines Zahnersatzes konnte sich der kranke Mann wochenlang nur noch von Suppe ernähren. (Symbolbild)
© iStockphoto

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Ein 91-jähriger Tiroler musste im Krankenhaus Reutte behandelt werden, doch dann verschlechterte sich sein Zustand. Er wurde mit hohem Fieber auf die Intensivstation verlegt. Seine nur wenige Tage zuvor angepasste Zahnprothese hatte er im Nachtkästchen verwahrt. Zur gerade anwesenden Tochter, die ihren Vater beim Stationswechsel begleitete, hieß es, sie könnte alle persönlichen Gegenstände zurücklassen. Doch später fehlte der teure Zahnersatz, ohne den der Patient kein festes Essen mehr zu sich nehmen konnte. „Vermutlich wurde er aus Versehen weggeworfen“, sagt die Frau des Patienten, die eine Verlustanzeige erstattete und eine neue Prothese bestellen musste, die 2850 Euro kostete. „Es blieb mir ja nichts anderes übrig! Er war so schlecht beeinander und musste doch etwas essen“, erzählt sie.


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