Meghan: War nicht auf Leben als Royal vorbereitet

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Herzogin Meghan war nach eigenen Worten nicht richtig auf ein Leben in der königlichen Familie vorbereitet. „Was man über Royals weiß, das kennt man aus Märchen“, sagte Meghan Markle in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des US-Senders CBS. „Deshalb ist es einfach, ein Bild davon zu haben, das so fern der Realität ist.“ In die britische Königsfamilie einzuheiraten sei aber eine „ganz andere Sache“, erklärte die Frau von Prinz Harry.

Sie habe nie viel darüber nachgedacht, wie es sein würde, einen Prinzen zu heiraten. „Ich habe nicht völlig verstanden, was das für ein Job ist, was es bedeutet, als Royal aufzutreten“, sagte Meghan in dem mit Spannung erwarteten TV-Auftritt. „Wir haben zu Beginn unserer Beziehung darüber geredet. Aber ich denke, es gab keine Möglichkeit, zu verstehen, was das im Alltag bedeuten würde.“

Meghan und Harry haben laut Markle bereits drei Tage vor ihrer royalen Hochzeit im Mai 2018 in kleinstem Rahmen geheiratet. „Niemand weiß das, aber wir haben den Erzbischof angerufen. Wir haben gesagt: Dieses Spektakel, es ist für die Welt. Wir wollen unseren Bund zwischen uns. Die Eheversprechen, die gerahmt bei uns im Zimmer hängen, die sind nur von uns beiden im Garten mit dem Erzbischof von Canterbury“. Meghan sprach auch von rassistischem Verhalten während ihrer Schwangerschaft mit Sohn Archie gesprochen. Es habe Bedenken und Gespräche darüber gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“.

In den Jahren am Hof sei es schwierig gewesen: „Wahrnehmung und Realität sind zwei sehr unterschiedliche Dinge und man wird nach der Wahrnehmung beurteilt, aber lebt die Realität“, sagte Meghan. Ihr erstes Treffen mit Queen Elizabeth II. bezeichnete Meghan als „schön und einfach“: „Wir saßen einfach da und plauderten.“ Zuvor habe sie noch schnell einen Knicks geübt, um der Königin Respekt zu zollen.

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Herzogin Kate hat Meghan Markle ihrer Darstellung hingegen zufolge zum Weinen gebracht. Ein paar Tage vor der Hochzeit von Meghan mit Prinz Harry 2018 sei Kate über das Kleid eines Blumenmädchens verärgert gewesen, sagte Meghan: „Und es brachte mich zum Weinen. Und es hat wirklich meine Gefühle verletzt“. Danach habe die Frau von Prinz William sich allerdings entschuldigt und ihr Blumen geschenkt, sagte Meghan. Kate sei eine „gute Person“.

In Großbritannien wurde vor der Ausstrahlung des Interviews befürchtet worden, dass mögliche Vorwürfe gegen die königliche Familie zu einer Zerreißprobe im Palast führen könnten. Beobachter hatte zuvor betont, dass jegliche Kritik an einem Mitglied der Royals als Angriff auf die gesamte Königsfamilie gewertet werden dürfte.

Es ist das erste Interview des Paares, seitdem es vor einem Jahr seine royalen Pflichten aufgegeben hat. Unterstützer hatten den Medien und zuletzt auch dem Palast eine Kampagne insbesondere gegen Herzogin Meghan vorgeworfen. Das Gespräch mit Oprah wurde am 15. Februar angekündigt, einen Tag nach der Bekanntgabe, dass Harry und Meghan ein zweites Kind erwarten. Wegen des Interviews ist die Stimmung zwischen dem Paar und der königlichen Familie auf einem Tiefpunkt.

Vorab veröffentlichte Clips legten nahe, dass Meghan im Gespräch mit US-Starmoderatorin Oprah Winfrey deutliche Worte über ihre Erfahrungen mit dem Palast finden würde. Abgedeckt werden nach Angaben von CBS zahlreiche Themen: Meghans Eintritt in die königliche Familie, Heirat, Mutterdasein, philanthropische Arbeit und wie die Ex-Schauspielerin mit dem Leben unter öffentlicher Beobachtung umgeht.


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