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„Schlachttourismus“ in Sölden: Mit dem Meldezettel zum Metzger

In Sölden entstand aus einer gut gemeinten Subvention ein „Schlachttourismus“. Die Gemeinde musste nachschärfen.

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Sölden unterstützt seine Landwirte: Die Zielgenauigkeit bei der Übernahme der Kosten für Schlachtabfälle wurde nachgeschärft.
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Von Thomas Parth

Sölden – Der Obmann des Agrar- und Landwirtschaftsausschusses, GR Markus Pirpamer, erinnert an eine wohlgemeinte Willensbekundung der Gemeinde Sölden. Diese wollte den heimischen Landwirten unter die Arme greifen. „Bei uns übernimmt die Gemeinde die anfallenden Kosten für Schlachtabfälle“, so GR Pirpamer. Dadurch habe sich jedoch in letzter Zeit eine Form des „Schlachttourismus“ ins hintere Ötztal entwickelt, zeigt Pirpamer auf. „Wie jetzt, Schlachttourismus?“, fasst GR Georg Schöpf seine Verblüffung in Worte. Offenkundig habe es eine Form der Bewerbung durch ortsansässige Schlachtbetriebe gegeben. Diese hätten Bauern aus dem vorderen Tal ausgerichtet, dass die Entsorgung der Tiergebeine in Sölden „billiger“ sei.


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