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TT-Leitartikel zur Impfkampagne: Impfen ist Vertrauenssache

Die nicht enden wollende Pleiten- und Pannenserie rund um die nationale Impfkampagne verärgert die Menschen zusehends. Das Ringen um den umstrittenen Wirkstoff von AstraZeneca sorgt darüber hinaus für Verunsicherung.

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Einige Länder haben Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorerst ausgesetzt.
© MIGUEL MEDINA
Mario Zenhäusern

Kommentar

Von Mario Zenhäusern

Die Impfungen gegen das Coronavirus stehen unter keinem guten Stern. Zuerst versagte die EU-Kommission bei der Bestellung der Impfstoffe für die 27 Mitgliedsstaaten auf der ganzen Linie. Obwohl die Europäische Union die Entwicklung der dringend benötigten Vakzine mit vielen Milliarden Euro vorfinanzierte, musste sich Europa hinten anstellen. Andere Länder waren da erfolgreicher: Israel zum Beispiel ist mit der ersten Teilimmunisierung bereits durch, im eben erst aus der EU ausgetretenen Großbritannien sind knapp 40 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Zum Vergleich: In Österreich haben derzeit 10,63 Prozent der Bevölkerung die erste Dosis erhalten, bei 3,7 Prozent ist der Impfschutz durch die Verabreichung der zweiten Dosis vollständig.


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