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In Innsbruck angeschossener 25-Jähriger nicht zurechnungsfähig

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In dieser Einfahrt ging der 25-Jährige mit einem Messer auf zwei Polizisten los.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Der Somalier, der im Dezember Polizisten mit einem Messer attackiert hat und dabei angeschossen wurde, ist offenbar ein Fall für die forensische Psychiatrie. „Das Gutachten hat ergeben, dass der Mann zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig war“, sagt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft: „Weiters besteht Wiederholungsgefahr.“ Auf Grundlage des Gutachtens beantragt die Staatsanwaltschaft für den Somalier die Unterbringung in einer Anstalt für abnorme Rechtsbrecher.

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Wie berichtet, soll der Somalier am 18. Dezember in einem Supermarkt am Fischerhäuslweg in Innsbruck einen Diebstahl begangen und einen Mitarbeiter bedroht haben. Dann flüchtete der 25-Jährige aus dem Geschäft. In einer Hauseinfahrt in der Nähe konnten zwei Polizisten den Verdächtigen wenig später stellen. „Der Somalier hat versucht, die Beamten schwer zu verletzen, indem er mit einem Küchenmesser auf sie zugelaufen ist“, zitiert Mayr aus der bereits eingebrachten Anklage. Die Beamten forderten den Mann auf, das Messer wegzulegen. Als der 25-Jährige dennoch weiterlief, zog ein Polizist die Dienstwaffe und schoss zweimal. Beide Kugeln trafen – der Somalier wurde schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Jetzt wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten neben der versuchten schweren Körperverletzung auch Widerstand gegen die Staatsgewalt vor. Bis zur Verhandlung ist der Somalier nicht in der Justizanstalt, sondern in der forensischen Psychiatrie in Hall untergebracht.

Geprüft wird aber auch, ob die Schüsse gerechtfertigt waren. Eine Standard-Vorgangsweise, die allerdings noch nicht abgeschlossen ist. Das vorläufige Ermittlungsergebnis liegt derzeit im Justizministerium in Wien. (tom)


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