Studie zeigt: Viel mehr Stress durch Home-Office

In der Corona-Krise sind viele Menschen im Home-Office zwischen Familie und Beruf stark belastet. Das zeigt eine Studie der Boston Consulting Group, für die 20.000 Menschen in zwölf Ländern befragt wurden.

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Home-Office stresst Frauen mehr als Männer.
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Berlin – In der Corona-Krise sind viele Menschen im Home-Office zwischen Familie und Beruf stark belastet. Das zeigt eine Studie der Boston Consulting Group, für die 20.000 Menschen in zwölf Ländern befragt wurden.

Beschäftigte großer Unternehmen, die oft von zu Hause aus arbeiten und sich zugleich um Kinder oder andere Angehörige kümmern, fühlen sich häufig gestresst und fürchten um ihre Karriere. Viele Arbeitnehmer mit Mehrfachbelastung im Home-Office sehen sich im Nachteil gegenüber Kinderlosen und liebäugeln relativ oft mit einem Jobwechsel. Viele meinten auch, dass ihre Leistung gesunken sei und sie von ihrer Führungskraft nicht genug Hilfe bekämen. Frauen empfänden die Situation im Durchschnitt belastender als Männer. Rund 30 % der Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren gaben an, ihre Leistungsfähigkeit habe unter den größeren Pflichten für Haushalt und Familie gelitten. 40 % der Männer und 44 % der Frauen glaubten sich im Nachteil gegenüber Menschen ohne Kinder. Zwar gaben viele der Befragten an, ihre Führungskraft habe direkte Unterstützung angeboten – etwa flexible oder geringere Arbeitszeiten. Doch nur 42 % der Männer und 35 % der Frauen fühlten sich in ihrer Lage verstanden.

Die Ergebnisse seien für Unternehmen bedeutend, da Eltern junger Kinder oft Manager auf mittlerer Führungsebene seien und Firmen solche Talente nicht verlieren sollten, so die Boston-Berater. Frauen seien zudem ohnehin oft in Führungspositionen unterrepräsentiert. „Wir riskieren, die geringen Fortschritte bei der Geschlechtervielfalt umzukehren“, schreiben die Autoren. Zumal die Lage sich so schnell nicht ändern werde: Home-Office oder gemischte Arbeit teils im Büro, teils zu Hause seien ein Trend. (APA)


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