Impfschwerpunkte nun auch in Grenzorten zu Schwaz

Über 65-Jährige in den Gemeinden Münster, Kolsass und Kolsassberg werden bereits ab heute geimpft. Osttirol und Arzl i. P. bereiten Sorgen.

In Münster werden die Ü65-Jährigen jetzt vorgezogen geimpft, im Bezirk Schwaz geht das Durchimpf-Programm in seine finale Phase.
© zoom.tirol, Böhm

Innsbruck – Am Freitag ging plötzlich in Kolsass alles ganz schnell. In Windeseile wurden Handzettel verfasst und verteilt. Von Mitgliedern der Feuerwehr und Gemeinderäten. Die Adressaten der Eilbotschaft: alle über 65-Jährigen in der Gemeinde. Für sie öffnet sich nämlich heut­e und morgen kurzerhand die Tür zur rascheren Covid-Impfung. Auf TT-Nachfrage bestätigte gestern der Leiter des Corona-Einsatzstabes im Land, Elmar Rizzoli, dass neben Kolsass auch die Gemeinde Münster von diesem neuen Impfschwerpunkt umfasst sei. Darüber hinaus waren noch weitere potenziell­e Impf-Gemeinden „östlich und westlich des Bezirkes Schwaz“ in Abklärung. Dem Vernehmen nach ist auch Kolsassberg betroffen.

Ihnen allen ist die Nachbarschaft zum aktuellen Durchimpfungs-Bezirk Schwaz gemein. Und: Sie werden mit Impfdosen, die für Schwaz bestimmt waren, geimpft. Bereits gestern Sonntag trafen die Dosen in den Gemeinden ein. Nun hofft man auf eine rege Teilnahme. In Kolsass wird heute von 8 bis 17 Uhr und am Dienstag von 8 bis 12 Uhr im Gemeindesaal geimpft. Betroffen sind 237 Personen zwischen 65 und 80 Jahren, in Kolsassberg 112.

Bis Dienstag sollen dann auch jene 48.500 Personen aus dem Bezirk Schwaz, die sich für die seit Donnerstag letzter Woche laufende Sonder-Impfaktion angemeldet haben, durchgeimpft sein. Das ist der Plan. Mit Stand gestern Nachmittag hatten bereits 39.500 Personen ihre erste Teilimpfung erhalten. Obwohl die Hälfte (50.000 Impfdosen) der Extra-Impftranche für Schwaz nunmehr an andere Bundesländer weitergegeben wird, versichert Rizzoli, dass diese nur verliehen seien und somit gesichert sei, dass ein jeder Schwazer auch seine zweite Impfdosis rechtzeitig erhält.

Derweil blickt der Krisenstab des Landes mit zunehmender Sorge auf die Infektionszahlen im Bezirk Lienz und in der Gemeinde Arzl im Pitztal. Osttirol wies mit Stand Samstag eine 7-Tage-Inzidenz von 402 aus, die aber gestern wieder auf 371 sank. Die Entwicklung dort sei nach wie vor als kritisch einzustufen, sagt Rizzoli. Der Oberländer Gemeinde Arzl im Pitztal dürften indes aufgrund massiver Fallzahlsteigerungen ab Mittwoch Ausreisetests bevorstehen. Noch werde die Lage beurteilt. (mami)

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