Causa Wasserverband: Radfeld will weiterkämpfen

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Radfeld – Der Rechtsanwalt der Gemeinde soll alles Weitere klären. Bürgermeister Josef Auer ist müde, immer wieder dieselben Argumente zu präsentieren. Fest steht: Radfeld wird weiter gegen die Zwangsverpflichtung zum Wasserverband Hochwasserschutz Unteres Unterinntal vorgehen. Nach dem Urteil des Landesverwaltungsgerichts geht die Gemeinde nun in Revision. „Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Entscheidung des Tiroler Landesverwaltungsgerichts in Wien (Österreichischer Verwaltungsgerichtshof, Anm. d. R.) gekippt wird“, meint Auer.

Es sei eine „Frechheit und Zumutung“ gewesen, vor Gericht seien nur Zeugen zugelassen worden, die „seit Jahren dasselbe behaupten“ und für die Abteilung Wasserwirtschaft des Landes arbeiten, ärgert sich Auer. Die eigens beauftragten Sachverständigen wurden abgewiesen. Das Land informiere die Öffentlichkeit darüber hinaus nur „tendenziös“.

Doppelt so viel Retentionsfläche wie Kundl, unverhältnismäßige Beitragssummen, keine Berücksichtigung alpiner Retentionsflächen sowie der vorherrschenden Grundwasserproblematik in Radfeld, die Autobahnbrücke wird nicht angehoben usw. – Auers Katalog an Kritikpunkten ist bekanntermaßen lang (die TT berichtete umfangreich). „Selbst wenn wir weniger Retentionsfläche zur Verfügung stellen müssten, könnten wir nicht zustimmen. Ich verstehe auch nicht, wie andere Gemeinden das tun können.“

In der Radfelder Gemeindezeitung führt der Bürgermeister nun noch einmal einzelne Punkte aus und kündigt an, alle Rechtsmittel bis zum Höchstgericht ausschöpfen zu wollen. Außer, der Gemeinderat beschließe, dem Verband nun doch beitreten zu wollen.

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Die Konstituierung des Verbandes ist für Ende Mai vorgesehen. Bis Ende April müssen alle Mitglieder (sieben Gemeinden, ÖBB, Asfinag, Tiwag, Landesstraßenverwaltung) ihre Vertreter nennen. In Radfeld wären das vier. Wörgls BM Hedi Wechner soll als Obfrau fungieren. (TT)


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