Testpflicht in Tiroler Hotspots wird verlängert und auf Arzl ausgeweitet

In Tirol ist die Impfaktion im Bezirk Schwaz so gut wie beendet. Die übrig gebliebenen Dosen des BioNTech/Pfizer-Vakzins werden an Nachbarorte des Bezirks und an Menschen verimpft, die im Bezirk Schwaz in systemkritischen Berufen arbeiten. Verlängert und ausgeweitet wurde die Testpflicht. Jetzt braucht man auch für Arzl im Pitztal einen negativen Test, um den Ort zu verlassen

Die Testpflicht in vier Gemeinden des Oberlands und in Osttirol wird verlängert. Ab morgen gilt sie auch in Arzl im Pitztal.
© Zeitungsfoto.at

Innsbruck – Dunkelrot leuchtet die kleine Gemeinde Arzl im Pitztal vom Dashboard des Landes. 43 Infizierte zählte man gestern. Und so kommt nun, worüber seit Tagen spekuliert wurde: die Testpflicht bei der Ausreise. Die gilt für Arzl ab Mittwoch 0 Uhr bis zum 25. März und wird für Roppen, Haiming, Virgen und Matrei in Osttirol ebenfalls bis dahin verlängert. Beim Land geht man weiterhin davon aus, dass diese Maßnahme wirksam ist, wie auch Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes, bestätigt.

Die neue Imster Bezirkshauptfrau Eva Loidhold hofft, dass „wir den Bezirk durch die verschärften Maßnahmen in den drei Gemeinden über die dritte Welle retten“. Schon seit Freitag wird über die Situation in Arzl spekuliert. Gestern erhielt BM Josef Knabl dann Gewissheit. „Durchreisende ins Pitztal sind von den Tests ausgenommen. Man sollte jedoch einen Ausweis zum Nachweis des Wohnorts mitführen, um an den Kontrollpunkten nicht unnötig Staus zu verursachen.“

Bundesheer als Verstärkung für Polizei

Für die Polizei kommt in Arzl damit der nächste Kontrollpunkt dazu – der Bahnhof Imst-Pitztal ist von der Testpflicht laut Gemeinde ausgenommen. Die Kontrollen sind für die Exekutive auch personell eine Herausforderung. „Aktuell kommen wir mit den Personalzahlen der Polizei noch aus. Wir erhalten, sobald Arzl dazukommt, zusätzlich vier Mann vom Bundesheer, die unser Team verstärken“, sagt Bezirkspolizeikommandant Hubert Juen. Bislang habe man in den zwei bereits betroffenen Gemeinden Roppen und Haiming 10.000 Personen und 6000 Fahrzeuge kontrolliert und 100 Personen zurückgewiesen.

Die von den Bezirkshauptmannschaften Imst und Lienz verordnete Testverpflichtung gilt für alle Personen, die sich in den jeweiligen Gemeindegebieten aufgehalten haben und das Gemeindegebiet verlassen wollen – unabhängig von ihrem Wohnsitz und unabhängig davon, wie lange sie sich dort aufgehalten haben. Als Nachweis gilt ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die erweiterten Testangebote für die vier bisher betroffenen Gemeinden bleiben aufrecht, für Arzl im Pitztal gibt es neue Angebote.

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Rund 42.500 Personen im Bezirk Schwaz geimpft

Beendet ist unterdessen die Impfaktion im Bezirk Schwaz. Bis gestern wurden 42.500 Impfungen ins System eingetragen. Heute werden hier noch die restlichen Daten eingegeben. Da Impfstoff von BioNTech/Pfizer übrig bleiben wird, werden jetzt wie berichtet auch Menschen über 65 Jahre in den unmittelbar angrenzenden Ortschaften geimpft. Darüber hinaus soll es auch Impfstoff für Menschen in kritischer Infrastruktur geben, die ihren Arbeitsplatz im Bezirk Schwaz haben, erklärt Rizzoli. (mw, top)


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