Plus

Immer der Nase nach: Ein Hochgefühl für Schnüffler

Schnüffeln setzt Glückshormone bei Hunden frei. Verhaltensbiologin Lisa Stolzlechner rät Hundehaltern deshalb dazu, ihr liebstes Hobby zu fördern. Das klappt auch mit Tee.

  • Artikel
  • Diskussion
Während Menschen ihre Umgebung visuell besser wahrnehmen, gehen Hunde lieber der Nase nach.
© iStock

Von Nicole Strozzi

Wien – Eigentlich ist die menschliche Riechleistung gar nicht so schlecht, wie wir glauben. Aber im Vergleich zu Hunden haben die Vierbeiner ganz klar die Nase vorn. „Der Unterschied liegt auch darin, welche Menge an Molekülen in die Nase gelangt“, erklärt die Wiener Hundetrainerin Lisa Stolzlechner. Während der Hund sechs- bis siebenmal in der Sekunde schnüffelt, tun wir es einmal alle zwei Sekunden. Und weil es auch etwas komisch aussehen würde, wenn wir vor so uns hinschnuppern, verlassen wir uns meist lieber auf unsere visuelle Wahrnehmung.

Hunde hingegen sind totale Nasentiere. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass Schnüffeln den Hund entspannt und glücklich macht“, sagt Stolzlechner. Die Verhaltens- und Kognitionsbiologin beschäftigt sich seit 2010 intensiv mit der Nase des Hundes. Bildgebende Verfahren hätten bereits gezeigt, dass bei Tieren – genau wie bei Menschen – bestimmte Gehirnareale aktiviert werden, wenn bei ihnen Vorfreude ausgelöst wird. Die Aussicht auf ein Leckerli lässt die Glückshormone tanzen.


Kommentieren


Schlagworte