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Unteroffizier schuldig gesprochen: „Vertrauen ins Heer darf nicht leiden“

Ein Unteroffizier wurde verurteilt, weil Soldaten verletzt wurden. Der Richter in Lienz will mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen.

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Ein Osttiroler Bundesheer-Ausbildner wurde der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gesprochen. Er erbat Bedenkzeit.
© thomas boehm

Von Catharina Oblasser

Lienz – Ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung: Damit endete ein Verfahren am Bezirksgericht Lienz gegen einen Osttiroler Unteroffizier. Der Verurteilte erbat Bedenkzeit, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Vorgeschichte: Der Mann war 2020 als Ausbildner mit sechs Kadersoldaten auf einer Skitour in Matrei i. O. gewesen. Unterwegs schlug das Wetter rapide um, es wurde eisig kalt und extrem stürmisch. Erst knapp unter dem Gipfel befahl der Unteroffizier schließlich, umzudrehen. Doch da war es schon zu spät. Die Soldaten hatten Erfrierungen an Händen, Handgelenken und im Gesicht erlitten. Bei einigen waren die Verletzungen so schwer, dass sie dauerhaft geschädigt sind.


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