Erl hofft auf Osterwunder, Matthäuspassion läuft im ORF

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Intendant Bernd Loebe will zu Ostern im Erler Festspielhaus ein Programm anbieten. Die Vorzeichen verheißen wenig Gutes.
© Thomas Boehm / TT

Erl – Die Salzburger Osterfestspiele mussten sich Corona beugen und großräumig auf einen Termin rund um Allerheiligen 2021 ausweichen. Im Festspielhaus Erl ist hingegen von Verschiebung oder gar Absage (noch) nicht die Rede. Die minimale Hoffnung, dass zu Ostern wie geplant zwischen 2. und 5. April vor Publikum gespielt werden kann, will man im Unterland noch nicht fahren lassen.

„Wir warten zu, bis sich die Bundesregierung zum weiteren Lockdown-Fahrplan geäußert hat“, teilt die Erler Festival-Sprecherin auf Nachfrage mit. Tickets werden weiter verkauft und im Fall einer Absage refundiert.

Die Proben im Festspielhaus laufen. Ganz vergeblich werden diese Übungen nicht sein, denn ein österlicher Programmpunkt ist wenigstens gesichert: Bachs Matthäus­passion wird am Karfreitag (2. April) um 15 Uhr, der Sterbe­stunde des Gekreuzigten, vom Festspielorchester samt Solisten aufgeführt – komme da, was oder wer wolle.

Notfalls wird vor leerem Saal konzertiert, genauer gesagt vor fast leerem Saal. ORF III wird die Erler Matthäuspassion aufzeichnen und am 3. April um 9.10 Uhr in der Reihe „Wir spielen für Österreich“ im TV übertragen. Das restliche Osterprogramm in Erl findet nur statt, wenn Publikum dabei sein darf. Großes Fragezeichen. (mark)


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