Wörgler Initiative mobilisiert: „Wave braucht regionale Unterstützung“

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Die Bürgerinitiative zur Rettung des Wörgler Wave zeigt Kampfgeist.
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Wörgl, Innsbruck – Quo vadis, Tiroler Schwimmsport? Die Bürgerinitiative zur Rettung des Wörgler Wave zeigt Kampfgeist. Gestern traf die Delegation rund um Triathlon-Vereinsobfrau Gabi Hausberger einmal mehr mit Sportlandesrat LHStv. Josef Geisler in Innsbruck zusammen, um über die Zukunft der Vereine, Schüler und Senioren zu sprechen. „Das Land Tirol muss Farbe bekennen und den Erhalt des Wave unterstützen“, fordert Hausberger mit Verweis auf ein konstruktives Gespräch.

Die Tragweite der Schließung des Wörgler Bades werde immer mehr Menschen bewusst. Dabei gehe es nicht nur um den Leistungssport, sondern um die gesamte Bevölkerung: „So viele Kinder haben Diabetes oder sind fettleibig. In Zeiten wie diesen eine Sportstätte zu schließen, wäre ein Verbrechen.“ Einmal mehr plädiert sie dafür, das Bad zumindest so lange zu betreiben, bis eine Alternative in Aussicht ist. Für die Volksbefragung am 11. April werde die Initiative „so viele Wörgler wie möglich mobilisieren“.

Mit zum Gespräch eingeladen war gestern auch Langkampfens Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser. Er habe die Gelegenheit genutzt, um Geisler das neue Sportplatzprojekt der Gemeinde vorzustellen. Auf 2,7 ha Fläche sollen bis 2023 zwei Fußballplätze, vier Tennisplätze und ein großes Gebäude mit 250 Parkplätzen entstehen. „Im Idealfall wird dieses mehrfach genutzt, denkbar wäre ein Gastrobetrieb“, meint Ehrenstrasser.

Könnte dort auch ein neues Regionalbad kommen? Ehrenstrasser winkt ab. „Wir haben jeden Quadratmeter bereits verplant.“ Und: „Die Gemeinde wird sich nicht darum reißen, ein Bad zu bauen.“

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Die Bedeutung des Wave für die Region stehe aber auch für ihn außer Zweifel. Vorbehaltlich eines entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses könne er sich eine finanzielle Beteiligung Langkampfens an einer Renovierung oder einem Neuabu vorstellen. Wörgl brauche dringend regionale Unterstützung, resümiert Ehrenstrasser. Denn: „Bestehende Infrastruktur zu nutzen, ist immer ressourcenschonender, als etwas Neues zu bauen.“ (jazz)


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