46.000 Impfungen in Schwaz: Fokus nun auf Orten mit Testpflicht

46.000 Menschen im Bezirk Schwaz bei Durchimpfung. Land prüft, ob am Achensee Menschen mit Zweitwohnsitz das Vakzin erhielten.

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46.000 Menschen ließen sich im Bezirk Schwaz gegen das Coronavirus impfen.
© Thomas Böhm

Schwaz, Achenkirch – 46.000 Menschen haben sich seit vergangenem Freitag im Bezirk Schwaz impfen lassen. Für LH Günther Platter „ein klares Zeichen im Kampf gegen die Pandemie“. Die Teilnahme an der wissenschaftlichen Studie mache den Bezirk jetzt zur europaweiten Modellregion.

Nachdem aus den BioNTech-Fläschchen anstelle von sechs vielfach sieben Dosen verimpft werden konnten, stehe noch Vakzin zur Verfügung. Damit konnten auch Personen geimpft werden, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind und im Bezirk Schwaz arbeiten, dort aber nicht wohnen – das reicht von Lehrern bis zum Gesundheitspersonal. Zudem können nun auch Impfungen von Personen über 65 Jahren und Risikopatienten in angrenzenden Gemeinden durchgeführt werden. Das reicht vom Alp­bachtal bis Volders. Einzelne Nachimpfungen gibt es auch noch im Bezirk Schwaz.

„Schnellstmögliches" Impfen in Orten mit Testpflicht

Die über 65-Jährigen in Roppen, Haiming, Virgen, Matrei und Arzl, dort also, wo momentan die Testpflicht bei der Ausreise besteht, werden nun „schnellstmöglich“ aus dem regulären Impfkontingent des Landes geimpft. Zudem sollen spätestens mit Beginn der kommenden Woche auch die Impfungen von über 65-Jährigen und Risikopatienten im niedergelassenen Bereich starten.

Dicke Luft gibt’s derzeit in Achenkirch. Laut einigen Gemeindebürgern haben sich deutsche Staatsbürger am Wochenende eine Impfung in Achenkirch „erschlichen“. Auch Gemeindevorstand Klaus Zöschg schlägt Alarm und hat sich an die BH Schwaz gewandt. Er habe selbst beobachtet, wie ein Auto mit deutschem Kennzeichen zur Impfung in der Mehrzweckhalle angereist war. Laut BM Klaus Moser sei alles rechtens abgelaufen, alle Geimpften hatten einen Hauptwohnsitz in der Gemeinde. „Diese Personen haben zwar einen Wohnsitz hier, aber ihr Lebensmittelpunkt ist in Deutschland, und zwei Hauptwohnsitze, das geht nicht. Da muss die BH endlich tätig werden und mutmaßlich illegalen Freizeitwohnsitzen nachgehen“, sagt Zöschg. Laut Anfrage beim Land Tirol heißt es, dass der Fall genau geprüft werde.

In Hippach hält sich hartnäckig das Gerücht, dass nicht gebrauchte Impfdosen im Müll gelandet seien. Elmar Rizzoli vom Krisenstab des Landes dementiert. Es gebe eine eigene Impflogistik und der übrige Impfstoff sei „abgeholt und normal verimpft worden“. Das bestätigt auch Vladan Gergely, einer der Ärzte, der bei der Impfaktion vor Ort war. (mw, mami, emf)


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