Klaps mit Mappe auf Schüler kostete Tiroler Lehrerin den Job

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Symbolbild.
© thomas böhm

Weil sie einen Schüler (11) mit einem Schnellhefter geschlagen haben soll, musste eine Lehrerin am Dienstag auf der Anklagebank des Landesgerichts Platz nehmen. Die Staatsanwältin warf der 55-jährigen Tirolerin „Körperverletzung unter Ausnutzung der Amtsstellung“ vor. Die Pädagogin, die von der Schulbehörde bereits entlassen worden war, sah das allerdings anders. Sie sprach von einem leichten Klaps mit der Mappe, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Der Elfjährige betonte, seine Lehrerin habe mit einem Schnellhefter ausgeholt, ihn ins Gesicht geschlagen und dabei mit der Kante der Mappe sein Auge getroffen. Eine Augapfelprellung war die Folge. Allerdings verstrickte sich der Elfjährige in Widersprüche. So hatte er bei der Polizei angegeben, der Schlag sei von hinten gekommen. Im Gerichtssaal schilderte der Bub, die Lehrerin sei ihm gegenübergestanden. Der Richter fällte einen (bereits rechtskräftigen) Freispruch im Zweifel, merkte aber an, dass auch ein Klaps „in der heutigen Zeit nicht mehr geht“. Übrigens: Die Entlassung der Lehrerin ist bald ein Fall für das Arbeitsgericht.

Einen gewaltigen Schock erlitt ein Ehepaar, als im September plötzlich 50.000 Euro vom Konto fehlten. Das Werk eines Hackers, der das Geld nach Italien überweisen wollte. „Zum Glück hat die Bank den Transfer gestoppt“, erinnerten sich die Pensionisten im Zeugenstand: So sei kein Schaden entstanden. Die Anklagebank blieb frei, weil der Täter nicht am Gericht erschienen war. So wurde der Marokkaner in Abwesenheit zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt.

Zwei 19-Jährige saßen wegen Raubes auf der Anklagebank. Sie sollen bei einem fingierten Drogendeal das Opfer festgehalten, geschlagen und um 490 Euro erleichtert haben. Der Richter hatte allerdings Zweifel an der Raubversion. Schließlich verurteilte der Schöffensenat die Burschen wegen Betrugs und in einem Fall auch Nötigung zu Geldstrafen in der Höhe von 600 bzw. 1200 Euro. (tom)

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