Initiative „End The Cage Age“: Auch Großkonzerne wollen Käfigverbot

Die von 170 NGOs gegründete Europäische Bürgerinitiative (EBI) „End The Cage Age“ fordert das Ende von Kastenstän­den und ­Einzelboxen für ­Kälber und Käfigen für ­Kaninchen und Geflügel in der gesamten EU.

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EBI will ein totales Verbot von Käfig- oder Kastenhaltung.
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Brüssel, Wien, Europaweit – Die von 170 NGOs gegründete Europäische Bürgerinitiative (EBI) „End The Cage Age“ fordert das Ende von Kastenstän­den und ­Einzelboxen für ­Kälber und Käfigen für ­Kaninchen und Geflügel in der gesamten EU.

Die Initiative wird nun auch von großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé, Unilever oder Ferrero und auch großen Lebensmittelhändlern wie Aldi unterstützt. „Als führende Unternehmen im Lebensmittelsektor loben wir die Ziele der Initiative ,End the Cage Age‘“, betonen die Konzerne in einem offenen Brief an die an die EU-Kommission. Die Lebensmittelfirmen bieten auch ihre Expertise und Unterstützung an, um die EU in ein „käfigfreies Zeitalter“ zu leiten. Als einfach umsetzbaren ersten Schritt nennen die Unternehmen ein Ende der Käfighaltung bei Legehennen. Sie sei zwar in Österreich verboten, nicht aber in der EU. Durch Importe würden daher auch in Österreich Käfigeier in verarbeiteten Produkten oder der Gastronomie eingesetzt.

Die Bürgerinitiative „oekoreich“ verweist indessen darauf, dass die Umsetzung des österreichischen Tierschutzvolksbegehrens in der Schweinemast zu Mehrkosten von rund 50 Cent pro Kilo Schlachtgewicht führen würde. 35 Cent wären es, wenn nur bestehende Tierwohlförderungen einberechnet wären. Bei einem Schnitzel mit 200 Gramm blieben sieben Cent für den Konsumenten übrig, so das Ergebnis einer Studie von Leopold Kirner und Bernhard Stürmer von der BOKU Wien. (TT)


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