Plus

Kathrin Kolleritsch alias Kerosin95: „Ich möchte in der Sprache existieren“

Nach „My Ugly Clementine“ wieder solo: Kathrin Kolleritsch alias Kerosin95 veröffentlicht eine Debüt-LP, die auch vom Leben als non-binäre Person erzählt.

  • Artikel
  • Diskussion
Kolleritsch (geboren 1995) ist non-binär, definiert sich also weder weiblich noch männlich.
© hanna fasching

Nach einigen Singles kommt jetzt ein Album. Wie entstand „Volume 1"?

Kathrin Kolleritsch: Eigentlich innerhalb weniger Monate. Das Projekt LP steht schon länger, mit dem ersten Lockdown im Frühjahr musste ich aber eine Pause einlegen. Ende Sommer 2020 ging es dann weiter, ich bin einfach auf interessante Menschen zugegangen und habe gefragt, ob sie mit mir arbeiten möchten. Das funktionierte perfekt.

Auch Sie hat der erste Schock des Lockdowns erst einmal kalt gestellt?

Kolleritsch: Ich habe vorher an so vielen Projekten parallel gearbeitet, dass ich nicht mehr arbeiten konnte. Ich war längst am Limit. Es war keine gemütliche Pause, sondern eher eine, die ich machen musste, sonst hätte ich danach keine Musik mehr gemacht.

Auch weil der Beruf für aufstrebende Musikschaffende immer mehr Management, und nicht nur Schreiben und Performen ist?

Kolleritsch: Ja, das Managen nimmt inzwischen bestimmt 70 Prozent der Zeit ein. Das wird viel, auch wenn man Hilfe von Management und Booking-Agentur bekommt.

Für „Volume 1" hatten Sie laut eigenen Angaben aber kein Konzept entwickelt.


Kommentieren


Schlagworte