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Cluster in Notschlafstelle: Vier Quarantäne-Brecher in U-Haft

Ein Covid-Cluster in der Innsbrucker Notschlafstelle beschäftigt die Behörden: Von 65 Klienten sind 31 infiziert. Nicht alle bleiben in Quarantäne.

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Ein Zaun um die Notschlafstelle am Schusterbergweg soll jetzt für etwas Freiraum in der Quarantäne sorgen. 31 Klienten sind infiziert.
© Julia Hammerle

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Die Notschlafstelle am Schusterbergweg in Innsbruck steht derzeit unter Beobachtung. Der Grund: In der Unterkunft für wohnungslose Menschen hat sich ein Corona-Cluster gebildet – laut Trägerorganisation TSD (Tiroler Soziale Dienste) sind 31 von 65 Klienten mit dem Virus infiziert und daher in Quarantäne. Allerdings halten sich nicht alle an den behördlich verordneten Hausarrest. Eine Situation, die Polizei und Justiz zu ungewöhnlichen Maßnahmen zwingt: „Gegen drei Personen musste bereits die Untersuchungshaft verhängt werden“, bestätigt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft: „Begründet wird die U-Haft mit Tatbegehungsgefahr.“ Am Donnerstag kam noch ein weiterer Somalier hinzu, der sich den Auflagen widersetzt hatte.

Gegen drei Personen musste bereits die Untersuchungshaft verhängt werden. Begründet wird die U-Haft mit Tatbegehungsgefahr.
Hansjörg Mayr (Staatsanwaltschaft)

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