Jahresbilanz der BH Imst: 52.000 Stunden Corona-Einsatz

Die Jahresbilanz der BH Imst zeigt den enormen Aufwand im Rahmen der Pandemie.

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Imst – Die Veröffentlichung der Jahresbilanz der Bezirkshauptmannschaft Imst hat Tradition. Heuer brauchte die Fertigstellung des Zahlenwerkes etwas länger. Da war zum einen der Wechsel an der Spitze der Verwaltung (mit 1. Jänner löste Eva Loidhold als Bezirkshauptfrau Raimund Waldner ab) und zum anderen ein Generalthema, das die Bezirkshauptmannschaft weiter schwer in Beschlag nimmt – Corona.

Wie sehr Covid die Verwaltung in Anspruch nimmt, unterstreicht das „Referat Corona“ auf der siebenseitigen Jahresstatistik 2020. Demnach gab es 3196 Absonderungsbescheide für erkrankte Personen. Dazu kamen 7901 Absonderungsbescheide für deren Kontaktpersonen. Weiters wurden 292 Verkehrsbeschränkungen erlassen. Nicht weniger als 12.632 Bescheide standen insgesamt im Zusammenhang mit Covid. Dazu kamen noch 19.500 E-Mails, die Anfragen rund um Corona betrafen und abgearbeitet werden mussten. Das benötigte auch dementsprechend Zeit: Die BH Imst führt vom 10. März 2020 bis Jahresende nicht weniger als 52.000 geleistete Arbeitsstunden im Corona-Einsatz an.

Doch auch sonst schlug sich die Pandemie in der Jahresstatistik nieder. Am auffälligsten natürlich im Bereich Verkehr. Die Unfälle gingen von 2125 im Jahr 2019 auf 1667 im Vorjahr sehr deutlich zurück. Weniger Auswirkungen hatte das auf die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden. Die reduzierten sich nur von 349 auf 332, wobei fünf Personen getötet wurden (+2). 330 Führerscheine wurden entzogen (2019 waren es 350). Das Pandemiejahr spiegelt sich auch in den Strafgeldern: Waren es 2019 noch mehr als 3,9 Millionen Euro, so waren es 2020 nur 3,35 Millionen. (pascal)


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