Fußball: Polens Lewandowski und Piatek mit Freigabe für England-Reise

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Polens Nationalteam rechnet für das Schlagerspiel der WM-Qualifikation am 31. März in England mit Kapitän und Weltfußballer Robert Lewandowski. Bayern München habe eine offizielle Genehmigung für die Abstellung des Clubkollegen von David Alaba erteilt, sagte ein Sprecher des polnischen Verbandes am Samstag. Auch Krzysztof Piatek von Hertha BSC Berlin werde nach der Lockerung der deutschen Reisebeschränkungen für Großbritannien in London zur Verfügung stehen.

Davor soll sich auch die hohe Politik eingeschaltet haben. Laut Angaben des polnischen Außenministeriums habe Premierminister Mateusz Morawiecki die deutsche Kanzlerin Angela Merkel angerufen und darum gebeten, dass die Quarantäne-Regeln fair und für alle nationalen Verbände gleich angewandt werden. „Wir werden mit vollem Kader nach London fahren“, erklärte Polens Verbandspräsident Zbigniew Boniek.

Die Abstellung von Lewandowski und Sturmkollege Piatek kann Regierungschef Morawiecki als Erfolg verbuchen. Von deutscher Seite gab es für sein Gespräch mit Merkel allerdings keine Bestätigung. In Deutschland entscheiden grundsätzlich die regionalen Gesundheitsbehörden über die Verhängung von Maßnahmen gegen das Coronavirus. Das Robert-Koch-Institut hatte Großbritannien am Freitagabend vom Virus-Variantengebiet zum Risikogebiet zurückgestuft. Damit werden auch Teile der Reisebeschränkungen - etwa eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne nach der Einreise in Deutschland - aufgehoben.

Darauf hofft auch der ÖFB für sein Gastspiel am 25. März in Schottland. Die Vereine sind von ihrer Abstellungspflicht für Länderspiele laut FIFA-Angaben nur dann entbunden, wenn ihre Spieler nach der Rückkehr mehr als fünf Tage in Quarantäne müssten. ÖFB-Teamchef Franco Foda hat insgesamt 19 Deutschland-Legionäre in sein vorläufig 43-köpfiges Rekordaufgebot berufen.

Eine Bestätigung, dass etwa Alaba in Schottland zur Verfügung steht, gab es bis Samstagnachmittag allerdings weder von den Bayern, noch vom ÖFB. Man gab sich im Verband aber optimistisch, für den Auftakt in Glasgow den Großteil der betroffenen Akteure zur Verfügung zu haben. Auf Stürmer Sasa Kalajdzic etwa kann Foda laut dessen Club VfB Stuttgart definitiv zurückgreifen.


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