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Gefahr aus dem Netz: Prävention für Jugendliche immens wichtig

Sexuelle Belästigungen sind auf Social Media während Corona gestiegen, Handyverbote für Jugendliche die falsche Strategie.

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Übergriffe im Netz nehmen zu. Kinder und Jugendliche können Strategien entwickeln, um Stopp zu sagen.
© Getty Images/iStockphoto

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Ein Experiment des TV-Senders RTL 2 zeigte zuletzt, mit welchen Übergriffen Kinder im Netz konfrontiert sind. Junge Mimen (alle 20) schlüpften in die Rollen von Kindern. In Jugendzimmer-Kulissen loggten sie sich in gängige Plattformen ein. Binnen drei Tagen hagelte es 500 übergriffige und sexualisierte Chat-Anfragen.

Tirols Kinder- und Jugendanwältin Elisabeth Harasser sieht in ihrer Arbeit, dass derartige Probleme immer mehr werden: „Erst vorige Woche kam ein Mädchen, das massiv belästigt wurde. Zum Glück hat sie es der Mutter erzählt.“ Trotz Infokampagnen würden sich Jugendliche oft „unglaublich naiv“ auf übergriffige Chats einlassen: „Auch wenn Eltern gerade nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht, ist es wichtig zu zeigen, dass man da ist.“


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