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TT-Analyse zum US-Abzug: Ende einer Selbstüberschätzung

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Verändert hat sich nicht die Lage in Afghanistan, sondern jene in den USA. Der neue Präsident Joe Biden hat zur Kenntnis genommen, dass der Westen den asymmetrischen Krieg nicht gewinnen kann, und den Stecker gezogen.
© BRENDAN SMIALOWSKI
Floo Weißmann

Analyse

Von Floo Weißmann

Auf dem Abzug des Westens aus Afghanistan pickt ein Etikettenschwindel. Man habe die Ziele erreicht, heißt es. Doch das stimmt nicht. In Afghanistan herrschen keineswegs stabile Verhältnisse, die verhindern, dass das Land erneut zu einem Rückzugsort für Terroristen wird. Im Gegenteil: Alles spricht dafür, dass nach dem Abzug des Westens der Bürgerkrieg wieder aufflammt und dass am Ende vielleicht die Taliban an die Macht zurückkehren, die man 2001 bereits gestürzt hatte.


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