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TT-Leitartikel zum Transitstreit: Ursula, Tirols neue beste Freundin

Eine Breitseite gegen die Bayern gilt in Tirol immer noch als bestes Empfehlungsschreiben. Dass sich mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ausgerechnet eine Deutsche im Transitstreit auf die Seite der Tiroler schlägt, ist bemerkenswert. Das gilt es zu nutzen.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
© OLIVIER HOSLET
Manfred Mitterwachauer

Leitartikel

Von Manfred Mitterwachauer

Eine Tirol-Affinität konnte Jean-Claude­ Juncker nicht leugnen. Regelmäßig kehrte der ehemalige EU-Kommissionspräsident als Urlaubsgast beim Stanglwirt in Going ein. Auch das trug zu einem direkteren Draht zwischen Tirol und Brüssel bei. Und so war Juncker auch stets ein Grundverständnis für die Transitproblematik und den Kampf dagegen zu eigen. Dass nun Junckers Nachfolgerin, die Deutsche Ursula von der Leyen, offenkundig nicht nur dieses Grundverständnis übernommen hat, sondern zugleich die bayerischen Querschüsse gegen die Anti-Transit-Politik abzuwehren versucht, muss hierzulande Mut machen. Von der Leyen hat Österreich und Tirol im Transitstreit mit Deutschland zwar noch keinen Elfmeter, aber einen ersten Freistoß aufgelegt.


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