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Obdachlose mit Corona in Innsbruck: „Aktueller Umgang ein Skandal“

Innsbrucks Straßensozialarbeiter kritisieren, dass der derzeitige Umgang mit an Corona erkrankten Wohnungslosen menschenunwürdig ist.
© TT

Innsbruck – Kritik am derzeitigen Umgang mit an Corona erkrankten wohnungslosen Menschen üben die Vertreter der Innsbrucker Straßensozialarbeit: „In einem Land wie Österreich ist das ein Skandal. Wir wissen, dass es bessere Möglichkeiten der Unterbringung gibt, auch weil einige wenige im Alphotel untergebracht wurden. Uns ist bewusst, dass dies die kostenaufwändigere Variante ist, aber da zwischen besser gestellten und schlechter gestellten Erkrankten zu unterscheiden, ist nicht zu rechtfertigen“, schreiben die beiden Sozialarbeiter Michael Neuner und Franz Wallentin an die TT.

Ähnlich wie Michael Hennermann (siehe auch Interview unten) befürchten die Streetworker einen weiteren neuen Cluster, wenn nicht rasch seitens des dafür zuständigen Gesundheitslandesrates Tilg reagiert wird. So seien etwa in der Trientlgasse K1-Personen untergebracht: „Wir befürchten, dass es dort bei einer positiv getesteten Person aufgrund nicht ausreichender Testungen zu einem neuen Cluster kommen könnte“, heißt es.


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