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TT-Leitartikel: Unsere (Olympia-)Sieger, euer Doping

Der scheidende ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel verteidigt seinen Verband gegen die zahlreichen Doping-Affären. Realitätsverweigernd wird die Argumentation des 79-Jährigen, wenn ÖSV-Athleten bei Olympischen Spielen auffliegen.

Max Ischia

Leitartikel

Von Max Ischia

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Also sieht Peter Schröcksnadel trotz wiederkehrender Doping-Affären keinen Imageschaden für den Österreichischen Skiverband (ÖSV). Vielmehr brandmarkt der Gerechtigkeitsfanatiker jeden als Nestbeschmutzer, der sein Lebenswerk in ein schlechtes Licht rückt. Realiätsverweigernd wird die Argumentation des scheidenden ÖSV-Bosses immer dann, wenn ÖSV-Athleten bei Olympischen Spielen auffliegen. Wie 2002 in Salt Lake City, wie 2006 in Turin, wie 2014 in Sotschi.

Während der Spiele überführte Athleten seien, so der 79-Jährige, keine ÖSV-, sondern ÖOC-Athleten. Die Verantwortung liege also beim Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC). Eine Schuldzuweisung, die er am Montag auf Servus TV nicht zum ersten Mal erneuerte.


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