Australiens Premier baut nach Skandalen Kabinett um

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Nach einer Serie von Skandalen und bei sinkenden Beliebtheitswerten hat der australische Premierminister Scott Morrison sein Kabinett umgebildet. Peter Dutton löst Verteidigungsministerin Linda Reynolds ab, wie am Montag bekannt wurde. Auch der bisherige Justizminister Christian Porter muss gehen; sein Amt übernimmt Michaelia Cash. Die zwei abgelösten Minister hatten mit Äußerungen Kritik ausgelöst und die schwelende Debatte um Mobbing und sexuelle Diskriminierung angefacht.

Reynolds hatte Brittany Higgins, eine frühere Mitarbeiterin der Liberalen Partei, eine „lügende Kuh“ genannt, als diese sagte, sie sei 2019 von einem männlichen Kollegen im Parlament vergewaltigt worden. Später relativierte sie ihre Worte. Porter hatte eine Verleumdungsklage gegen den australischen Sender ABC angestrengt, nachdem dieser über eine Vergewaltigung im Jahr 1988 berichtete hatte. Zwar wurde Porter dabei nicht namentlich genannt, er wies aber die Vorwürfe vehement zurück. Der Vorfall warf Fragen über Porters Eignung für das Amt des Justizministers auf.

Derzeit sind Reynolds und Porter krankgeschrieben, nach ihrer Rückkehr sollen sie weniger prominente Rollen im Kabinett übernehmen. Premier Morrison war für den Umgang mit diesen Vorfällen zunehmend unter Druck geraten. Seine Beliebtheitswerte sanken einer Umfrage der Zeitung „The Australian“ zufolge binnen zwei Wochen von 62 auf 55 Prozent.

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