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Hochwasserschutzprojekt Reutte kam in die Jahre – nun der Durchbruch

Für BM Oberer ist es absurd, dass die Marktgemeinde Reutte nach zehnjährigem Behördenlauf öffentliches Interesse bekunden muss.

Bald werden Dämme die Reuttener Lüss durchziehen. Das Hochwasserschutzprojekt hat die finale Projektphase erreicht. Alle Grundeigentümer haben nach intensiven Verhandlungen ihre Zustimmung erteilt.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Gleich zweimal in den letzten zwei Dekaden, 1999 und 2005, stand den Bewohnern der Reuttener Lüss das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals. Der Lech trat über die Ufer und überflutete den weitläufigen, landwirtschaftlich geprägen Ortsteil, in dem sich aber auch Wohnhäuser und das Außerferner Tierheim befinden. Als sich das „Acqua alta“ verzogen hatte, war der Gemeindeführung sofort klar, dass etwas geschehen müsse. Dieses „Etwas“ sollte auf sich warten lassen.

Vier Jahre später begannen zumindest die Planungen, 2012 reichte die Marktgemeinde Reutte das Projekt bei der BH Reutte ein. Dann zogen sich vor allem die Verhandlungen mit den Grundeigentümern über Jahre – wie ein Kaugummi, der niemals riss. Zuletzt schien es aber doch auf Enteignung hinauszulaufen. Dafür benötigte die BH Reutte von der Marktgemeinde Reutte im Jänner eine formale Erklärung, dass auch wirklich öffentliches Interesse vorliege, schließlich könnten Zwangsrechte geltend gemacht werden müssen.


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