Lienz kommt mit blauem Auge davon

Lienz – Der Rechnungsabschluss der Stadtgemeinde Lienz für das Jahr 2020 fällt nicht so schlecht aus wie befürchtet. Durch Corona hat die Stadt allerdings um 2,4 Millionen Euro weniger eingenommen als geplant. Das betrifft entgangene Kommunalsteuern, aber auch Gebühren in den Kurzparkzonen oder Eintritte in Tennishalle und Schwimmbad. „Auf der anderen Seite haben wir Hilfen von Bund und Land bekommen“, schildert die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik in der Gemeinderatssitzung. Auf der Ausgabenseite schlagen unter anderem die Kosten für Schneeräumung und Dachabschöpfungen im harten Winter 2020 zu Buche. Und diese Kosten werden auch für die ersten Monate des heurigen Jahres noch gesalzen sein.

Fazit: Die Ergebnisrechnung der Stadtgemeinde zeigt ein Minus von 1,38 Millionen Euro. „Es hätte schlimmer sein können. Wir sind 2020 mit einem blauen Auge davongekommen“, meint die Bürgermeisterin. 2021 werde noch einmal ein hartes Jahr, aber dann sieht Blanik bessere Zeiten kommen.

Der Verschuldungsgrad der Stadt und ihrer 11.865 Einwohner liegt mit knapp 40 Prozent im mittleren Bereich, die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 1059 Euro. Die Vermögensaufstellung, die nach dem neuen Abrechnungssystem für Gemeinden nun verpflichtend ist, zeigt: Die Osttiroler Bezirkshauptstadt ist insgesamt 171,2 Millionen Euro wert.

Beim Personal verbuchte der Lienzer Finanzverwalter einen Aufwand von 9,4 Millionen Euro, das entspricht etwa 23 Prozent der Gesamtausgaben. 274 Personen waren im abgelaufenen Jahr entweder in Vollzeit oder in Teilzeit bei der Stadt beschäftigt. (co)

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