Gefängnis-Verwaltung weist Nawalnys Vorwürfe zurück

Die russische Gefängnis-Verwaltung hat Vorwürfe des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny wegen schlechter Behandlung zurückgewiesen. Nawalny erhalte die notwendige medizinische Versorgung und ihm werde auch ausreichender Schlaf gewährt, teilte die Verwaltung am Donnerstag Reuters mit. Allerdings müsse der Gefangene vom Personal regelmäßig überwacht werden. „Dies steht aber nicht im Widerspruch zu den Rechten des Verurteilten“.

Nawalny ist nach eigener Auskunft aus Protest gegen unzureichende medizinische Versorgung in den Hungerstreik getreten. Das hatte er in einem handgeschriebenen Brief an die Gefängnisleitung berichtet, der von Nawalnys Unterstützerteam auf Internetplattformen veröffentlicht wurde. Der 44-Jährige klagt über heftige Schmerzen im Rücken und in den Beinen. Er fordert eine angemessene medizinische Versorgung durch einen Arzt seiner Wahl, die ihm nach eigener Darstellung aber verwehrt wird.

Der Arzt Alexej Barinow hatte Reuters gesagt, Nawalnys Anwälte hätten ihn gebeten den Gefangenen zu behandeln. Er habe von der Gefängnisverwaltung aber noch keine Antwort auf seine Anfrage erhalten.


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