Bankhaus Spängler expandiert in Tirol

Salzburger Privatbank eröffnet in Innsbruck zweiten Tiroler Standort und hat Vermögende im Visier.

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Bank-Vorstand Nils Kottke, Tirol-Regionalleiter Andreas Scheiber und Guntram Kirchebner (Leiter Family Wealth Tirol; v. l.).
© Bankhaus Spängler

Innsbruck – Am Markt für vermögende Privatkunden wird der Wettbewerb künftig noch härter. Das Salzburger Bankhaus Spängler, das mit der Gründung 1828 die älteste Privatbank Österreichs ist und die Familien-Wurzeln in Südtirol hat, ist nach Kitzbühel (bereits seit 1989) ab sofort auch in Innsbruck vertreten. Eröffnet werde die Niederlassung in der Museumstraße dann im Mai oder Juni, sagt Vorstand Nils Kottke, der in Innsbruck studiert hat und hier noch heute Uni-Veranstaltungen abhält. Die Offensive im Westen sei schon länger geplant gewesen, jetzt werde sie umgesetzt. Zuständig seien die erfahrenen Private-Banker Andreas Scheiber und Guntram Kirchebner.

Mit Innsbruck hat das Bankhaus Spängler mit 260 Mitarbeitern nunmehr neun Standorte. Die Bilanzsumme liege bei 1,3 Mrd. Euro, das verwaltete Wertpapiervolumen bei 8,2 Mrd. Euro. Säulen seien das Wertpapiergeschäft, Private Banking, die Vermögensverwaltung und auch Finanzierungen. Für die nach wie vor zu 100 Prozent in siebenter Generation in Familienbesitz stehende Bank sei ein starkes Standbein auch das „Family Management“, von zu fixierenden Spielregeln für Familienmitglieder in Unternehmen in einem Kodex, Betriebsübergaben bis hin zu Übernahmen oder Verkäufen, betont Kottke.

Im Visier hat das Bankhaus Spängler vor allem vermögende Privatkunden ab 300.000 Euro aufwärts, vor allem aber jene mit mehr als 1 Million Euro Vermögen. Früher habe es einen risikolosen Zins gegeben, heute ein zinsloses Risiko. Gerade in Zeiten von Nullzinsen und steigender Inflation gehe es um langfristige Wertsicherung, sagt Kottke. Beratung sei noch wichtiger geworden als früher, im Corona-Jahr 2020 habe man so viele Neukunden gewonnen wie noch nie zuvor.

Stark sei Spängler auch im Online-Geschäft, wo man als erste Austro-Privatbank eine Online-Vermögensverwaltung gestartet habe. Bereits ab 30.000 Euro könne man hier starten. Starker technischer Rückhalt sei das Allgemeine Rechenzentrum (ARZ) in Innsbruck. (va)

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