Imsterin getötet: Prozess gegen Ehemann am 23. Juni

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Die Leiche der Imsterin wurde später aus dem Inn geborgen.
© Thomas Böhm

Imst, Innsbruck –Fünf Frauen wurden in Österreich bis März heuer bereits getötet. All diese Gewalttaten passieren schon seit Jahren nicht etwa in der dunklen Bahnunterführung, sondern im familiären Umfeld. Oft zu Hause. Ein zum Thema passender Fall hatte sich letzten Juni in Imst ereignet.

Dort war die Ehe eines türkischstämmigen Paares aufgrund finanzieller Schwierigkeiten schon seit längerer Zeit zerrüttet. Eines Abends eskalierte die Situation. Nach einem tätlichen Angriff der Frau hatte der 34-jährige Ehemann und Vater die 31-Jährige so lange am Hals gepackt, bis diese sich nicht mehr rührte. Die Obduktion ergab später einen Erstickungstod. Den Leichnam warf der 34-Jährige nach einer Irrfahrt durch Imst in den Inn. Für die Staatsanwaltschaft Mord. Verteidiger Markus Abwerz­ger wird die Anklage nicht beeinspruchen, wies aber alle Ehrenmord-Unterstellungen der Boulevardpresse zurück.

Der Mordprozess wurde nun am Landesgericht ausgeschrieben: Am 23. Juni urteilen die Geschworenen. (fell)

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