Migrationsgeschichte eröffnet Vorbrenner21 im BRUX

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Nur vermeintlich minimalistisch: „Crystal Clear“ im BRUX.
© Trenkwalder

Innsbruck – Es ist die Lebensgeschichte von Nita Tandon, der man aktuell im BRUX lauschen kann. Die Künstlerin stammt ursprünglich aus Indien und ist in den 1970ern nach Wien ausgewandert. Welche Stationen sie bis dahin durchlaufen hat, welche Erfahrungen und Eindrücke sich eingeprägt haben, hat die ebenso in Wien angesiedelte Kyungrim Lim Jang eingefangen und in die Soundinstallation „Crystal Clear“ übersetzt, die seit letztem Freitag im BRUX Freies Theater Innsbruck zu erleben ist. Mit Jangs Projekt startete Vorbrenner21.

Das Besondere an der vermeintlich minimalistischen Installation: Begleitet wird die Migrationsgeschichte von der Tiroler Schriftstellerin Annemarie Regensburger, die den Text in der Ich-Perspektive vorträgt. Im anfänglichen Verfremden eröffnen sich bald Fragen nach gesellschaftlichen Grenzen, nach dem Wir und den Anderen.

Mit Vorbrenner hat das BRUX eine Veranstaltungsreihe geschaffen, in der Entwickeln und Versuchen im Zentrum steht. Mit rund 40.000 Euro werden jährlich unterschiedlichste Initiativen realisiert. 2021 stehen insgesamt neun Formate auf dem Programm, darunter eine Video-/Soundinstallation von Karin Ferrari (ab 20. September) oder eine Live-Improvisation von Stefan Klampfer und Benjamin Zanon (1. Oktober). Die Ausschreibung für Vorbrenner 2022 geht Mitte April online. (bunt)

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