Bayern vs. PSG: „Superduell“ im Schatten von Corona und Verletzungspech

Die Fußball-Welt blickt nach München: Im Champions-League-Viertelfinale empfängt der FC Bayern heute (21 Uhr, live Sky) Paris Saint-Germain. Die Liste der prominenten Abwesenden ist dabei lang.

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Auf ein Wort: Thomas Müller (r.) wird auch heute gegen Neymar wieder die Kunst der psychologischen Kriegsführung an den Tag legen.
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München – Die Neuauflage des Vorjahresendspiels zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain steht heute (21 Uhr, live Sky) im Fokus der internationalen Fußball-Welt. Paris sinnt dabei auf Revanche für das 0:1 und sucht weiter nach seinem „Heiligen Gral“ – der für die schwerreichen Besitzer bisher unerreichbar blieb. Die Vergangenheit habe für Bayern indes „keine Relevanz. Es ist ein neues Spiel gegen eine neue Mannschaft mit einem neuen Trainer“, sagte Trainer Hansi Flick. „Wir wollen ins Halbfinale. Deswegen müssen wir die zwei Spiele konzentriert angehen. Das ist unser Ziel und unsere Aufgabe.“

⚽🏆 Champions League, Viertelfinale

Dienstag

  • Real Madrid – FC Liverpool 3:1 (1:0)
  • Manchester City – Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

Mittwoch, 21.00 Uhr

  • FC Bayern – Paris Saint-Germain (📺 Sky)
  • FC Porto – FC Chelsea (📺 DAZN)

PSG ist in der französischen Ligue 1 als Serienmeister nicht mehr unantastbar. Drei Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen drücken aufs Gemüt. Die gelb-rote Karte gegen Superstar Neymar zuletzt beim 0:1 gegen den neuen Tabellenführer OSC Lille soll einem Bericht der L’Équipe vom Dienstag zufolge für ein frostiges Kabinenklima gesorgt haben. Dabei bräuchte der seit seinem aufsehenerregenden Wechsel für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona mit Privilegien eines Exzentrikers ausgestattete Neymar vor allem Spielpraxis. Gegen Lille war der Südamerikaner das erste Mal seit dem 10. Februar in einem Pflichtspiel in der Startelf gestanden. Der im Achtelfinale gegen Lionel Messis FC Barcelona viermal erfolgreiche Jungstar Kylian Mbappé verkündete indes schon seine Vorfreude auf das Königsklassen-Spektakel, bei dem er ein Déjà-vu unbedingt vermeiden will. „Das wird ein Superduell“, tönte der Weltmeister, der zusammen mit Neymar eine exquisite Offensive anführen soll. „Sie haben vorne enorm viel Qualität bei Ballgewinnen. Wir müssen schauen, dass wir das entsprechend verhindern“, sagte Flick.

Lange Ausfallliste: Corona, Verletzungen und Co.

PSG reist ohne die positiv auf das Coronavirus getesteten Alessandro Florenzi und Marco Verratti, den gesperrten Leandro Paredes und den angeschlagenen Mauro Icardi an. ÖFB-Teamspieler David Alaba und Co. müssen aller Voraussicht nach auf Marc Roca (verletzt) verzichten. Dafür kehren die in der Bundes­liga gegen Leipzig zuletzt gesperrten Jérôme Boateng und Alphonso Davies zurück. Fehlen wird fix DFB-Nationalspieler Serge Gnabry: Der Flügelspieler wurde gestern positiv auf das Coronavirus getestet. Sein Mitwirken war bereits zuvor wegen Halsschmerzen fraglich.

Im Sturm spricht viel dafür, dass Flick erneut Eric Maxim Choupo-Moting als Ersatz für den verletzten Weltfußballer Robert Lewandowski aufbietet. Und für den Angreifer aus Kamerun wäre es ja auch ein Wiedersehen mit den alten Kollegen ...

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Aufregung gab es um Jérôm­e Boateng, weil der Kicker berichtete, dass die Bayern sich im Sommer nach zehn Jahren vom Defensivmann trennen werden. „Ich weiß nicht, ob ich alles kommentieren muss, was in den Medien steht“, sagte Flick. (t.w., dpa)

😷⚽ Ein Alptraum für die Serie A

In Italien sorgt eine Reihe positiver Corona-Tests bei Nationalspielern nach der jüngsten Länderspielreise für Aufregung. Gestern teilte Juventus Turin mit, dass Federico Bernardeschi und Leonardo Bonucci positiv auf Covid-19 getestet wurde. Er ist damit mindestens der sechste Spieler des italienischen Teams, der nach den Länderspielen Ende März positiv getestet worden war. Am Montag hatte bereits Cagliari Calcio bekannt gegeben, dass bei Torwart Alessio Cragno nach dessen Rückkehr das Virus festgestellt wurde.

Ebenfalls betroffen ist vor dem heutigen Champions-League-Viertelfinale Paris Saint-Germain, denn auch Alessandro Florenzi und Marco Verratti fehlen gegen die Bayern wegen positiven Corona-Test. Dem italienischen Verband zufolge infizierten sich bei der Squadra Azzurra außerdem vier Betreuer. Die Squadra Azzurra hatte gegen Nordirland sowie in Bulgarien und Litauen gespielt. Die Zeitung La Repubblica schrieb am Dienstag gar von „Alptraum für die Serie A“. Die Länderspiel-Bubble war offensichtlich nicht wirklich dicht.


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