Kursänderung gewünscht: Silbereisen will mehr Humor auf dem „Traumschiff"

Trotz guter Quoten hagelte es Kritik am „Traumschiff“. Selbst Florian Silbereisen findet die Drehbücher „gaga“ und wünscht sich mehr Humor.

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Nahmen Kurs auf die Malediven: Staff-Kapitän Daniel Morgenroth, Schiffsärztin Collien Ulmen-Fernandes und Kapitän Florian Silbereisen.
© ORF/ZDF/Dirk Bartling

Emden – Eines muss man dem „Traumschiff“ ja lassen. Während andere Serien im Laufe der Zeit längst untergegangen sind, schippert der Unterhaltungsdampfer seit 40 Jahren über die Weltmeere. Auch an Ostern bescherte das „Traumschiff“ dem ZDF Traumquoten. 6,25 Millionen TV-Zuschauer sahen, wie Florian Silbereisen als Kapitän Max Parger mit seiner Crew die Malediven ansteuerte.

Aber: Trotz des Erfolges hagelte es auch Kritik. Das Drehbuch sei zu seicht, die Dialoge hätten wenig Tiefgang. Dabei gab „Flori“ sein letztes Hemd und ging gemeinsam mit Kollege Daniel Morgenroth oben ohne auf Schatzsuche. Eine nackte Brust, eine gescheiterte Fußballer-Karriere, ein kleines Techtelmechtel und eine neue Schiffsärztin, die keinen einzigen Patienten zu verarzten hatte, waren den Zusehern offenbar zu wenig.

„Natürlich sind die Drehbücher völlig gaga!"

Auch Victoria Swarovski war auf den Malediven dabei.
© ORF/ZDF/Dirk Bartling

Florian Silbereisen nahm die Kritik gelassen, auch der 39-Jährige selbst wünscht sich offenbar lustigere Geschichten: „Ja, natürlich sind die Drehbücher völlig gaga! Aber ein bisschen gaga kann ja auch lustig sein: Wartet mal ab, mit ein bisschen Humor werden die irgendwann in den nächsten Folgen hoffentlich richtig kultig werden“, konterte er in der Bild-Zeitung.

Auch Neuzugang Victoria Swarovski bekam ihr Fett ab. Die TV-Moderatorin war Überraschungs-Promi auf dem Schiff und verdrehte als Tanzlehrerin Mia einem Passagier den Kopf. Eine Ausbildung als Schauspielerin hat die 27-Jährige allerdings nicht. Das gefällt nicht jedem: Drehbuchautor Sven Nagel („Wilsberg“) kritisiert gegenüber Bild: „Da wird heute gerne mal ein Influencer genommen, der nur über eine geringe Schauspielkunst verfügt, anstelle eines erfahrenen Schauspielers, der aber nicht so viel Publikum anzieht.“ Florian Silbereisen nimmt den Nörglern den Wind aus den Segeln: „Immerhin wird über das Traumschiff intensiv diskutiert – das ist für eine 40 Jahre alte Serie nicht selbstverständlich. Ich bleibe optimistisch.“ (TT)

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