Westderby gegen Hard: Schwaz zog wieder den Kürzeren

Schwaz Handball Tirol verlor im Westderby gegen Hard mit 24:26 (12:13). Zu viele Eigenfehler verhinderten einen Punktgewinn.

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Die „roten Teufel“ nahmen Schwaz mit Kapitän Alexander Wanitschek (mit Ball) in die Zange und feierten den dritten Sieg im vierten Duell.
© Rudy De Moor

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Dieses Derby hätt­e sich eine volle Osthalle verdient. Und mit den Fans im Rücken wäre Sparkasse Schwaz Handball Tirol womöglich der letzte Schritt zum Sieg gelungen. In der spusu-Liga Bonusrunde unterlagen die Tiroler am Mittwoch indes nach hartem Kampf gegen den sechsfachen Meister Hard mit 24:26 (12:13). Während die „roten Teufel“ vom Bodensee nach der Schlusssirene im Kreis tanzend den dritten Saisonsieg gegen die Adler genossen, schüttelten Schwaz-Kapitän Alexander Wanitschek und Co. enttäuscht den Kopf.

„Leider sind wir immer einem Rückstand hinterhergelaufen und konnten uns diesmal nicht belohnen“, haderte Trainer Frank Bergemann auch mit dem fehlenden Spielglück. „Es haben nur Nuancen gefehlt. Wir waren im Angriff zu hektisch und haben zu leichtfertig die Bälle verloren“, sagte Bergemann und bemängelte zu viele technische Fehler im Abspiel.

Die Gäste begannen überfallsartig und die Tiroler gerieten nach 25 Minuten mit einem Fünf-Tore-Rückstand (8:13) deutlich ins Hintertreffen. Nach toller Aufholjagd zum 12:13-Pausenstand galoppierten die Vorarlberger auch in Halbzeit zwei davon, ehe es zum Schluss noch einmal knapp wurde. Nachdem Goalie Aliaksei Kishou die erste Hälfte etwas verschlafen hatte, fand der „Hexer“ zur alten Form zurück. Nach einem Abwehrversuch musste der Finger des Weißrussen „getaped“ werden. Bei Routinier Richard Wöss gingen nach einem Schlag kurzzeitig die Lichter aus – er konnte aber weiterspielen.

Der 19-jährige Goalie Tobias Alber (l.) durfte sich im Tor beweisen.
© Rudy De Moor

Indes durfte sich der 19-jährige Jungspund Tobias Alber über Einsatzminuten im Tor freuen. Spielmacher Gerald Zeiner verlud bei einem Siebenmeter Hard-Goalie Golub Doknic mit einem gewagten Heber. Doch es blieb bei den sehenswerten Einzel­aktionen, der Ausgleichstreffer wollte nicht fallen.

Weiter geht es am Samstag (19 Uhr) auswärts gegen Ferlach. „Man muss die positiven Dinge mitnehmen. Wir haben uns zweimal trotz Rückstand zurückgekämpft“, meinte Bergemann mit Verweis auf den starken Gegner. Gutes Omen: Die Tiroler sind in dieser Saison auswärts immer noch ungeschlagen.


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