Tiroler bei Kaufkraft Vorletzte

Tiroler haben heuer 23.579 Euro zur Verfügung, nur Wiener haben weniger. Schweizer kommen auf 40.739 Euro.

Wie viel können sich Tiroler leisten? Im Vergleich zu fast allen Bundesländern weniger, im Vergleich zur Schweiz deutlich weniger.
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Wien – Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 23.579 Euro steht den Tirolern heuer deutlich weniger Geld für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als den Einwohnern fast aller anderen Bundesländer. Das zeigt die aktuelle Kaufkraftstudie des Marktforschungsinstituts GfK. Kärnten hat Tirol überholt, somit liegen nur noch die Wiener mit 22.659 Euro schlechter als Tirol. Im Bundesschnitt beträgt die Pro-Kopf-Kaufkraft 24.232 Euro. Im Bundesländervergleich ist Niederösterreich wieder an Vorarlberg vorbeigezogen und belegt mit 25.615 Euro pro Kopf den ersten Platz.

GfK bezeichnet die Kaufkraft als die gesamten Nettoeinkommen der Bevölkerung (und zwar inklusive der staatlichen Leistungen wie etwa Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten), die für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung stehen.

Immerhin liegt die Kaufkraft der Österreicher mit 24.232 Euro pro Kopf und Jahr etwas höher als in Deutschland (23.637 Euro), doch der Vergleich mit der Schweiz lässt Österreich im Allgemeinen und Tirol im Speziellen erblassen. Die Eidgenossen kommen heuer auf eine Kaufkraft von umgerechnet 40.739 Euro pro Kopf. Da kann nur Wiens erster Bezirk mithalten, wo die Kaufkraft mit 40.187 Euro pro Kopf 66 % über dem Österreich-Schnitt liegt.

Selbst im kaufkraftschwächsten der 143 Schweizer Bezirke, dem Wahlkreis Entlebuch, stehen den Einwohnern 29.850 Euro im Jahr zur Verfügung und damit deutlich mehr als den Tirolern. Der kaufkräftigste Schweizer Bezirk ist der Bezirk Höfe mit umgerechnet 89.317 Euro pro Einwohner. Aus Tirol dagegen schafft kein einziger Bezirk den Sprung in die Top-Ten-Liste der kaufkräftigsten österreichischen Bezirke. (mas)


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