Reuttes neuer Marktchef Salchner mit Herzenserklärung

Reuttes neuer Marktchef Salchner sieht die Zukunft der kleinen Gemeinden im Außerfern in engster Kooperation. Sonst würden Großgemeinden drohen.

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Andrea Weirather rückt von der Gemeinderätin zur Gemeindevorständin auf. BM Günter Salchner brachte zu seiner Wahl ein Bild von Don Camillo und Peppone mit – nach jedem Disput müsse es Versöhnung geben.
© Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Regionalentwicklung ist dem neuen Reuttener Bürgermeister Günter Salchner ein Herzensanliegen, zumindest war es das beruflich bisher. Der scheidende Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern (REA) nahm Mittwochabend in seiner Antrittsrede als neugewählter Marktchef dann auch gleich Bezug auf die Außerferner Situation. „Die Kleinheit der Gemeinden stellt sicher einen Sonderfall für Tirol dar. Die Zusammenarbeit untereinander ist alternativlos, wenn nicht irgendwann Großgemeinden herauskommen sollen. Und die würde im Reuttener Talkessel sicher nicht Wängle heißen“, ließ der 52-Jährige aufhorchen.

Hausaufgaben gebe es genug zu erledigen, unter anderem am Wirtschaftsstandort Reutte weiterzuarbeiten. „Denn wenn Innsbrucker die Annahme eines Jobs in Reutte immer noch als Strafversetzung empfinden, dann läuft etwas falsch.“ Der international viel gereiste Salchner in einer Art Herzenserklärung: „Ich freue mich auf die Herausforderung. Reutte ist einer der lebens- und liebenswertesten Orte auf dem Planeten.“ Das Land Tirol habe er übrigens als Partner schätzen gelernt, mit dem er immer gut gefahren sei. So würde er es gern weiter halten.

Überraschend offenherziger Dank an Alt-BM Luis Oberer kam vom Mitbewerber um den Bürgermeisterposten, VBM Klaus Schimana (ÖVP), der ihm ausdrücklich für elf gute Jahre für Reutte dankte.

Wie es bei REA weitergeht, ist derzeit offen. Viele sehen im notwendigen Abgang Salchners als Geschäftsführer einen Kollateralschaden für die Regionalentwicklung, war er doch der Tiroler Vorzeigeregionsmanager. BM Salchner könnte REA nun ein Personalpaket vorschlagen, in dem er – um die Kontinuität sicherzustellen – die Stelle des Obmanns übernehmen würde, die durch den politischen Ausstieg von Luis Oberer frei wird. Oberer wird bei der REA-Vollversammlung am 15. April abgeben. In der nächsten Vorstandssitzung im Mai könnte der bisherigen Stellvertreterin Salchners, Leadermanagerin Ursul­a Eule­r, dann eine zentrale Roll­e zugestanden werden. Offiziell will aber niemand dieser Sitzung vorgreifen.

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