Bürgerinitiative Feldring: Der Urwald vor „unserer“ Haustüre

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Haiming – Gerd Estermann von der Bürgerinitiative (BI) Feldring hat bereits seit Längerem angekündigt, sich „auch für andere Naturjuwele als die Feldringer Böden einzusetzen“. In einer jüngsten Reaktion weist er auf „Doppelmoral und kleinräumige Aktionen“ im Bezug auf das „Forchet“ hin.

Denn wenn man hierzulande von einem „Urwald“ spricht, denke man unweigerlich an tropische Regenwälder. Dabei würde ein ganz besonderer Urwald im mittleren Oberinntal, nämlich der Forchetwald, vergessen. Entstanden durch einen riesigen Felssturz vom Tschirgant vor etwa 3000 Jahren handelt es sich um einen „ökologisch wertvollen und einzigartigen Lebensraum, der eine große Zahl geschützter Tier- und Pflanzenarten“ beherbergt.

Estermann erinnert auch an den Umstand, dass „der größere Teil des Forchets auf Roppener und Sautner Gemeindegebiet bereits unter Schutz steht“.

Hingegen auf Haiminger Gemeindegebiet sei das Forchet „schutzlos“. Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes errege zu Recht die Gemüter. Wobei sein Schutz für viele Tiroler einen höheren Stellenwert zu haben scheint als der Erhalt intakter Naturlandschaften vor der eigenen Haustür, so Estermann. (TT)

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