Außergewöhnliche Frost-Periode in Tirol nimmt vorerst kein Ende

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„Ein April, in dem es mindestens drei Tage Frost gibt, mit Temperaturen bei minus 2 Grad oder darunter, kommt zum Beispiel in Jenbach alle zehn Jahre vor“, sagt Alexander Orlik von der ZAMG.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Ganz Tirol friert, besonders nachts. Und am stärksten zittern wohl die heimischen Obst- und Gemüsebauern, die ob der für die Jahreszeit ungewöhnlich tiefen Temperaturen um ihre Ernte fürchten. Erste Schäden habe es bereits gegeben, sagte Rudolf Wammes, Obstbauer und Obmann der Haiminger Markttage, unlängst der TT. Und die lange Frostperiode nimmt vorerst kein Ende.

Die Nacht auf heute brachte die bislang tiefsten Temperaturen der Woche. Aber auch morgen und am Sonntag soll es ab den Abendstunden eisig kalt werden – trotz milder Nachmittage, mit Höchstwerten von bis zu 20 Grad Celsius. Frost im April ist in Österreich nichts Ungewöhnliches, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Selbst in Lagen unterhalb von 800 Metern Höhe sei zumindest einmal pro Jahr damit zu rechnen. „Relativ selten ist hingegen, dass es in einem April gleich an mehreren Tagen deutlich unter 0 Grad Celsius hat, wie wir es derzeit erleben. Ein April, in dem es mindestens drei Tage Frost gibt, mit Temperaturen bei minus 2 Grad oder darunter, kommt zum Beispiel in Jenbach alle zehn Jahre vor.“

Laut dem Wetterdienst Unimet beginnt die kommende Woche wieder winterlich, ab Montag trifft die nächste Kaltfront auf Österreich. Sogar Schneefall in den Tälern sei möglich. (TT)

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