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TT-Analyse zu Postenbesetzungen im Land: Immer nur die Besten ...

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Peter Nindler

Analyse

Von Peter Nindler

Objektivierung, Transparenz, nachvollziehbare Auswahlkriterien – weit gefehlt: Nicht nur im Bund, sondern auch im Land stoßen diverse Postenbesetzungen sauer auf. Dass die ehemaligen Büroleiter von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) allesamt Tob-Jobs im Gesundheitswesen erhalten haben, passt ins Bild. Die Begründungen dafür gleichen stereotypen Floskeln. Die Bewerber hätten sich in den Hearings als die bestqualifiziertesten Kandidaten herausgestellt, heißt es. Das dürfte wohl auch bei der ehemaligen „Kabinettschefin“ von Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) der Fall gewesen sein, die volley aus ihrem Büro in den Verkehrsverbund gewechselt ist. Und der ehemalige Innsbrucker Vizebürgermeister Christoph Kaufmann stieg gleich zum Hauptabteilungsleiter im Veranstaltungszentrum Olympiaworld auf.

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Natürlich darf es keine Sippenhaftung für (politische) Mitarbeiter oder Politiker für ihre Rückkehr in einen zivilen Beruf geben, aber die Häufung von lukrativen Arbeitsplätzen für sie sollte zu denken geben. Geradezu atemberaubend erklomm etwa der türkise Job-Hopper Stephan Wiener, der in Wien u. a. Kabinettschef im Innenministerium war, vom Büro des Landeshauptmanns aus die Spitze der Personalabteilung im Land. Er hatte immer einen Riecher dafür, am richtigen Ort zu sein und rechtzeitig „Ich“ zu rufen.

Das trifft auf Ex-Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner (SP) auch zu. Seinen Abschied aus der Politik stimmte er sorgfältig mit der Nachbesetzung des zweiten Geschäftsführers in der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Neue Heimat ab.

Was all diese Postenbesetzungen eint, ist der Startvorteil im Auswahlverfahren. Und die politische Gunst, die andere potenzielle Mitbewerber von vornherein abschreckt.


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