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Dokumentarfilmer Werner Boote: „Es fällt schwer, optimistisch zu sein“

Werner Boote, gefeierter Dokumentarfilmer, möchte aus seiner Schublade ausbrechen. In der Corona-Pause wagte er sich an zwei Spielfilme.

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Werner Boote machte sich in den vergangenen Jahren als Dokumentarfilmer einen Namen ...
© www.imago-images.de

Zuletzt begeisterte Werner Boote das Publikum mit Dokus wie „Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“ und „The Green Lie“. „Plastic Planet“ zählt heute zu den hundert erfolgreichsten Dokumentarfilmen aller Zeiten, „The Green Lie“ avancierte – als Doku! – zum erfolgreichsten österreichischen Film des Jahres 2018. Jetzt wartet der 55-Jährige, der in Wien lebt, darauf, dass er endlich drei neue Projekte realisieren kann.

Hat Ihre vorübergehende Schaffenspause mit Corona zu tun?

Werner Boote: Schon. Aber nur insofern, als dass ich momentan keine große Doku in Angriff nehmen kann. Denn dafür müsste ich in einige Länder reisen, und das ist wegen Corona sehr schwierig. Also habe ich mich vorderhand darauf konzentriert, Drehbücher zu schreiben. Jetzt bin ich so weit, dass ich nur noch auf die Zusagen für die finanzielle Förderung warte. Gleichzeitig habe ich neue Pfade beschritten.

... zuletzt mit „The Green Lie“. Der Film gehört zu den 100 erfolgreichsten Dokus aller Zeiten.
© imago stock&people

Inwiefern?

Boote: Wie gesagt, das Herumreisen für Dokus ist derzeit schwierig. Also sind zwei der drei Drehbücher Manuskripte für Spielfilme. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich neues Terrain betrete, weil man ja allzu leicht in Schubladen landet. Eine Zeitlang war ich der Musik- und Opernfilmer, dann Second-Unit-Regisseur für Stunt- und Massenszenen wie etwa für Robert Dornhelms Bibel-Opus „Die zehn Gebote“, und zuletzt wurde ich zum Doku-Spezialisten. Die beiden Spielfilme sind eine Gelegenheit, aus dieser Lade rauszukommen.


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