Tiroler Reitshammer hat bereits das zweite Olympia-Ticket in der Tasche

Die Olympischen Spiele in Tokio stehen vor der Türe – und dabei wird der Tiroler Bernhard Reitshammer in zumindest zwei Disziplinen ins Wasser springen.

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Der Absamer Bernhard Reitshammer unterbot in Eindhoven das Olympia-Limit über 200 m Lagen um 0,11 Sekunden.
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Eindhoven – Nach dem im August des Vorjahres erbrachten Limit über seine Paradestrecke 100 Meter Rücken sicherte sich der 26-jährige Absamer nun seinen zweiten Startplatz. Der für den ASV Linz schwimmende Reitshammer blieb am Freitag beim Qualifikations-Meeting in Eindhoven (NED) über 200 m Lagen in einer Zeit von 1:59,56 Minuten um 11 Hundertstelsekunden unter der geforderten Olympia-Norm (A-Limit).

„Es ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Das mit dem Limit passt gut“, meinte Reitshammer nach dem Sieg in den Niederlanden. Auf den österreichischen Langbahn-Rekord von Markus Rogan aus dem Jahr 2011 (1:57,74) fehlten noch fast zwei Sekunden. Ganz so euphorisch wie im Vorjahr, als der große Traum von Olympia aufging, war die Sache am Freitag jedoch nicht. „Es ist natürlich nicht mehr so besonders wie das erste Limit, aber ich freue mich riesig. Jetzt darf ich bei Olympia zweimal starten, das ist sehr cool“, meinte der WM-Teilnehmer.

"Es läuft auf jeden Fall alles gut, die Richtung stimmt"

Die Zeit ist umso beeindruckender, weil Reitshammer noch mehr in der Vorbereitung als im Wettkampf-Modus ist und die Zwei-Minuten-Marke damit quasi aus dem „Training“ heraus schwamm.

Das stimmt zuversichtlich, nicht nur für die Olympischen Spiel­e (23.7.–16.8.), sondern auch für die anstehend­e Europameisterschaft in Budapest (HUN/17.–23.5.), die planmäßig stattfinden soll. „Es läuft auf jeden Fall alles gut, die Richtung stimmt. Solche Wettkämpfe wie hier sind eine gute Formüberprüfung“, ergänzt­e Reitshammer, der in Eind­hoven noch über 50 Meter sowie über 100 m Rücken im Einsatz ist.

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Der zweite Tiroler beim ASV Linz verpasste indes knapp das erhoffte Limit für Tokio. Simon Buche­r kam über 100 Meter Schmetterling in 52,74 Sekunden auf den dritten Rang und markierte zwar ein B-Limit, auf das A-Limit fehlten jedoch 78 Hundertstel. Len­a Kreundl holte bei den Schweizer Meisterschaften in Uster über 200 m Lagen zudem einen dritten Platz. (rost)


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