18 Kandidaten und kein Favorit bei Präsidentenwahl in Peru

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Mehr als ein Dutzend Kandidaten bewerben sich bei der Präsidentenwahl in Peru um das höchste Staatsamt. Dabei kommt vor der Abstimmung am Sonntag keiner der Bewerber in den Umfragen auf mehr als zehn Prozent der Stimmen; der größte Wählerblock sind die Unentschiedenen. In der ersten Runde dürfte sich deshalb keiner der Kandidaten durchsetzen. Das vergangene Jahr war von einem erbitterten Konflikt der Regierung mit dem Kongress geprägt.

Zunächst drängten die Parlamentarier Präsident Martín Vizcarra aus dem Amt, dann warf dessen Nachfolger Manuel Merino nach heftigen Protesten das Handtuch. Derzeit wird das südamerikanische Land vom Übergangspräsidenten Francisco Sagasti geführt. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten für den Einzug in die Stichwahl zählen nun der Populist Yonhy Lescano, der Wirtschaftswissenschaftler Hernando de Soto, die linke Ex-Abgeordnete Verónika Mendoza, die Tochter des früheren Machthabers Alberto Fujimori, Keiko Fujimori, und der ultrakonservative Unternehmer Rafael López.

Nach einer Reihe von Skandalen und Winkelzügen ist das Vertrauen der Bürger in die politische Klasse des Andenstaats tief erschüttert: Gegen etwa die Hälfte der Parlamentarier wird wegen verschiedener Vergehen ermittelt. Das künftige Staatsoberhaupt muss zunächst das Vertrauen in die Politik wieder herstellen: Weniger als die Hälfte der Peruaner halten die Demokratie für die beste Regierungsform.

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