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3D-Druck in der Medizin: Mit moderner Technik zu neuen Gesichtsknochen

Moderne Technik macht es möglich, ein entstelltes Gesicht nach einem schweren Unfall oder einem Tumor wiederherzustellen – u. a. stellen 3D-Drucker exakte Implantate her.

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An exakten 3D-Nachbildungen werden Operationen geplant und simuliert, bevor es zum Eingriff kommt.
© Universitätsspital Basel/Christian Flierl

Von Susann Frank

Innsbruck – Was früher eine lebenslange Qual bedeuten konnte, ist Vergangenheit: Und zwar der Blick in ein entstelltes Gesicht im Spiegel nach einem schweren Unfall oder einer Tumor­erkrankung. Durch neueste Operationsmöglichkeiten mit computerassistierten Techniken und Implantaten aus dem 3D-Drucker lässt sich das gewohnte Antlitz sehr ähnlich rekonstruieren.

„Wenn zum Beispiel eine Gesichtshälfte schwer beschädigt wurde, können wir auf Basis eines computertomographischen Datensatzes ein virtuelles oder physisches dreidimensionales Gesichtsschädelmodell erstellen, indem wir die gesunde Seite zur betroffenen Seite spiegeln und damit auf der Basis der ursprünglichen Situation planen. Danach lässt sich das Gesicht mit patientenspezifischen Implantaten wiederaufbauen“, erklärt Andreas Kolk, Klinikdirektor der Universitätsklinik Innsbruck für Mund-, Kiefer- und Gesichts­chirurgie.


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