Leader Lattner ist auch weiterhin das Herz der Haie-Defensive

Die Innsbrucker Haie können weiter auf Jan Lattner und Lukas Bär bauen. HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe hält die Augen in viele Richtungen offen.

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Ein Wiedersehen könnte folgen – Jan Lattner (r.) hält den Haien die Treue, Lukas Haudum ist mit dem KAC im Finale auf Titelkurs.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Das zweite Finalspiel in der Bet-at-home Ice Hockey League lieferte beim 5:4-Sieg des KAC über den HC Bozen durch Samuel Witting und Clemens Unterweger zwei Tiroler Assists. Alles, was jetzt bei einer 2:0-Führung der Kärntner Rotjacken über die Südtiroler in der Best-of-seven-Finalserie noch übers Eis flitzt, ist für die Innsbrucker Haie schlichtweg zu teuer.

Umso schöner ist die Tatsache, dass Jan Lattner den Haien weiter die Treue hält. Der 31-jährige Tscheche absolvierte in der abgelaufenen Saison alle 50 Spiele, verbuchte als Verteidiger 36 Scorerpunkte und geht als Bartträger immer voran: „Er ist ein großer Leader mit einem großen Herz“, diktiert Cheftrainer Mitch O’Keefe über seinen Dauerbrenner, der immer mit Vorbildwirkung Vollgas fährt. Lattner ist nicht nur zweifacher Familienvater (Sohn Max und Tochter Mia), sondern gewissermaßen auch „Papa“ für die jungen Cracks.

Mit Lukas Bär (23) verlängerte nach Dario Winkler (musste dem Nationalteam wegen einer eitrigen Bronchitis absagen) gestern ein weiteres Eigengewächs. Gegenwärtig stehen somit sieben Cracks (weiters Thomas Mader, René Swette sowie die beiden Neuerwerbungen Nico Feldner und Daniel Jakubitzka/aktuell beim ÖEHV-Team) für die neue Saison unter Vertrag.

„Wir haben ein paar gute Ideen“, verrät O’Keefe, der gegenwärtig doppelt gefordert ist – einerseits, weil sein neugeborener Sohn Ronan gerade einmal 14 Tage alt ist, andererseits, weil er pausenlos Eishockey (in der American Hockey League, East Coast League, DEL ...) studiert, um starke Imports zu lukrieren. Die Frage, wie viele Legionäre in der kommenden Saison in der Liga erlaubt sind, ist noch offen. Österreichs Eishockey-Teamchef Roger Bader hofft aber auf eine Reduktion (heuer waren 12 erlaubt) und mehr Vertrauen in die eigenen heimischen Kräfte. Wer länger mithalten will, braucht ja vier Linien ...


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