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Tirol steht erneute Debatte um Wölfe bevor: Tiefe Risse in der Gesellschaft

Im Winter fressen Wölfe hauptsächlich erlegtes Wild. Wenn Bauern bald ihr Vieh auf die Almen treiben, wird sich das ändern – und die Debatte zum Umgang mit den Beutegreifern von Neuem beginnen. Tirols Behörden bereiten sich vor.

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Dieser Wolf tappte Mitte Februar bei Kirchbichl in eine Fotofalle. Ein weiteres Tier wurde unlängst in Ehrwald im Außerfern abgelichtet.
© Privat

Von Benedikt Mair

Innsbruck, Chur – Wölfe halten keinen Winterschlaf. Während der kalten Monate machen sie „dasselbe wie die meiste Zeit des Jahres und fressen Schalenwild“, sagt Martin Janovsky, Beauftragter für große Beutegreifer des Landes Tirol. „Die Natur bietet einen reich gedeckten Tisch.“ Die Räuber leben, von den Menschen kaum beachtet, vor sich hin, denn: „Ein gerissenes Reh fällt, wenn überhaupt, zufällig auf.“ Anders im Sommer, wenn ein Nutztier getötet wird. „Da gibt es einen Halter, in vielen Fällen Ersatzansprüche“, meint Janovsky. Bald ist es wieder so weit, die Bauern treiben ihr Vieh auf. Und die Diskussionen – von Herdenschutz bis Abschuss – beginnen von vorne.


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